Auch als neuer Weltranglistenerster will Deutschlands Golfstar Martin Kaymer nicht mit Boris Becker, Michael Schumacher oder Franz Beckenbauer verglichen werden.

"Diese drei haben über Jahrzehnte ihre Sportarten dominiert und ein ganzes Land für ihren Sport begeistert. Ich stehe ja erst am Anfang meiner Karriere und habe noch viele Jahre vor mir, in denen ich beweisen muss, dass ich zu den besten Golfern der Welt gehöre", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem "Kölner Express".

"Solche Vergleiche behagen mir ehrlich gesagt gar nicht", sagte Kaymer weiter, der am Montag erstmals die Führung in der Weltrangliste übernommen hatte: "Ich freue mich aber über das tolle Feedback und das gestiegene Interesse an meinem Sport und meiner Person."

Dass er so schnell zur Nummer eins seines Sports wurde, habe ihn selbst überrascht. "Nach dem großartigen 2010, das meine Erwartungen bereits komplett übertroffen hat, hatte ich mir zwar schon vorgenommen, irgendwann mal ganz oben zu stehen. Aber dass es jetzt schon zu Beginn dieser Saison passiert, hätte ich mir nicht träumen lassen", sagte Kaymer.

Neue Ziele will sich der erste deutsche Weltranglistenerste seit Bernhard Langer 1986 jetzt aber nicht setzen.

"Nein - das lasse ich auch erst mal schön bleiben. Es ist großartig, was ich in den letzten Monaten erreicht habe und ich bin sehr stolz darauf, aber das habe ich ja jetzt nicht einfach so abgehakt. Ich will weiter so erfolgreich spielen, weitere Titel gewinnen, den ein oder anderen Titel verteidigen und möglichst lange die Nummer 1 bleiben: ich denke das reicht vorerst als Ziel."

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