Deutschlands Golfstar Martin Kaymer befindet sich bei den "Wasserspielen" im Sonnenstaat Florida mit neuem Schwung und neuem Driver auf dem Vormarsch.

Der Weltranglistenzweite trotzte am dritten Tag der Players Championship auf dem TPC Sawgrass in Ponte Vedra Beach Sturm und Regen und verbesserte sich vom 17. auf den 7. Platz. Als die Runde wegen der widrigen äußeren Bedingungen vorzeitig abgebrochen werden musste, hatte der 26-Jährige aus Mettmann zwölf Löcher gespielt und musste am Sonntagmorgen wie 33 weitere Konkurrenten "nachsitzen".

Kaymers Rückstand auf die Spitze betrug lediglich drei Schläge. Gemeinsam in Führung lagen US-Open-Sieger Graeme McDowell (Nordirland) und Nick Watney (USA), die allerdings erst fünf Löcher absolviert hatten. Dahinter folgte mit 10 unter Par das US-Duo Steve Stricker und David Toms, der nach zwei Runden an der Spitze lag.

Martin Kaymer erwischte am Samstag einen Traumstart, spielte an den ersten vier Löchern jeweils ein Birdie und lag nach Loch sieben fünf Schläge unter Par. Dabei legte er den Ball mit traumwandlerischer Sicherheit in Fahnennähe. Dabei betrug der Abstand des Balles zum Loch auf den ersten vier Grüns zusammen weniger als zwei Meter.

"Das war fantastisch. Leider ging es nicht so weiter", sagte der Rheinländer, der seinen Schwung in gemeinsamer Arbeit mit seinem Trainer Günter Kessler leicht verändert hat. Zudem hat er einen neuen Driver in der Tasche. Nach dem tollen Auftakt riss Kaymers Serie, an der 8, 9 und 10 folgten drei Bogeys, ehe er an der 11 wieder einen Schlag gutmachte.

In Ponte Vedra Beach kann Kaymer so ganz nebenbei auch wieder den Golf-Thron erobern. Sollte er am Ende des mit 9,5 Millionen Dollar dotierten Turniers mindestens Zweiter sein, würde er den Engländer Lee Westwood erneut an der Spitze der Weltrangliste ablösen. Aber davor stand noch ein harter Arbeitstag. "Ich muss mich auf einen langen Tag vorbereiten", sagte Kaymer.

Dem entging der Engländer Ian Poulter auf spektakuläre Weise. Der Ryder-Cup-Gewinner legte auf den letzten beiden Löchern der dritten Runde zwischen seinen Schlägen zur Freude der Zuschauer Sprints hin, die einem Spezialisten alle Ehre gemacht hätten. Poulter gewann den Kampf gegen die Zeit und kam rechtzeitig vor dem Abbruch ins Klubhaus. Die Qualität seines Spiels ließ jedoch noch einige Wünsche offen. Mit 216 Schlägen belegte Poulter nur den 61. Platz.

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