Martin Kaymer will mit innovativen Maßnahmen seiner Sportart mehr Schwung verleihen und neue Märkte erobern.

"Es ist deshalb sinnvoll, schnellstens eine weltweite Tour zu installieren," sagte der Weltranglistendritte dem "Focus".

Der 26-jährige Kaymer, der ab kommenden Donnerstag bei den US Open antritt, sieht vor allem in Asien noch Entwicklungspotenzial. Eine globale Serie habe den Vorteil, dass die besten Spieler der Szene häufiger gegeneinander antreten.

"Gerade im Hinblick auf Olympia 2016 in Brasilien, wenn Golf wieder olympisch ist, könnte das unserem Sport einen Schub geben", sagte Kaymer.

Enttäuscht ist er von der stiefmütterlichen Behandlung seiner Sportart durch die Politik. Kaymer ist "überrascht, dass die Bundesregierung das deutsche Golf so wenig unterstützt und offenbar als Randsport klassifiziert".

Zu Deutschlands Bewerbung um den Ryder Cup 2018 hatte der heutige Verteidigungsminister Thomas de Maiziere erklärt, dieser sei ja "noch nicht einmal eine Weltmeisterschaft".

"Die Franzosen haben nicht zuletzt deshalb den Zuschlag erhalten, weil sich deren Regierung sehr ins Zeug gelegt hat", sagte Kaymer. Die deutsche Politik hatte es dagegen abgelehnt, die Hälfte der Lizenzgebühr von 18 Millionen Euro zu tragen.

Die Hoffnung auf mehr Engagement aus dem Parlament hat Kaymer dennoch nicht aufgegeben: "2022 kommt der Cup wieder nach Europa, vielleicht leisten die Politiker dann Unterstützung."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel