Zum Auftakt der BMW International Open zeigte Martin Kaymer sein ganzes Kämpferherz.

Der Weltranglistendritte aus Mettmann spielte bei idealen äußeren Bedingungen auf dem Par-72-Platz in Eichenried bei München vier Birdies auf den letzten fünf Löchern und kam noch mit einer 70 ins Klubhaus.

Damit lag der Sieger von 2008 fünf Schläge hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Überraschungsmann Gary Boyd (65).

"Ich hatte heute auf der Runde sehr viele Gedanken in meinem Kopf, habe ständig über meinen Schwung nachgedacht. Auf den zweiten neun Löchern habe ich dann ein bisschen freier gespielt. Deshalb bin ich froh, die Runde mit zwei unter Par beendet zu haben", sagte Kaymer, "morgen greife ich an. Hier kann alles passieren."

Besser als Deutschlands Vorzeigegolfer war nach 18 Löchern Marcel Siem.

Der Ratinger, der bei der US Open den Cut geschafft hatte und dort am zweiten Tag mit einer 66 geglänzt hatte, spielte nach einem Birdie am Schlussloch eine 69.

Auch Alex Cejka stand auf dem Scorbaord lange vor Kaymer. Der 40-Jährige, der sich von seinen zahlreichen gesundheitlichen Problemen gut erholt zeigte, spielte an der 18 (Par 5) allerdings nur ein Bogey und musste eine 71 quittieren.

"So ein Ende tut weh. Ich konnte gut schwingen, daher habe ich keine Ausreden", sagte der Vorjahresdritte.

Insgesamt sind in München-Eichenried 15 deutsche Golfer am Start, darunter zwei Amateure. Dotiert ist die Konkurrenz mit 2,0 Millionen Euro, der Sieger kassiert 333.330 Euro.

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