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Domingo Diaz de Mera (M.) übernahm 2000 das Präsidentenamt bei BM Ciudad Real © imago

Ciudad Reals Präsident ist ein kurioser "Vogel": Er soll seinen Spieler einen Blankoscheck gegeben haben, bei dem sie den Wert bestimmen.

Ciudad Real - Über Ciudad Real und Vereinspräsident Domingo Diaz de Mera kursieren in der Handballwelt fast sagenhafte Geschichten.

Denn mit seiner Spendierfreudigkeit sorgt einer der reichsten Männer Spaniens immer wieder für Schlagzeilen.

Hartnäckig hält sich zum Beispiel das Gerücht, Diaz de Mera habe einen Anruf des Präsidenten von Real Madrid erhalten.

Die "Königlichen" wollten den Klub aus der Provinz La Mancha kaufen. Als er nach dem Preis für den Verein gefragt wurde, soll Senor Diaz de Mera geantwortet haben: "Wenn Sie nicht sofort auflegen, kaufe ich Real Madrid."

Scheck zum selbst Eintragen

Nach einem Champions-League-Erfolg (DATENCENTER: Die Champions League) soll jeder Spieler einen unterschriebenen Blanko-Scheck von ihm erhalten, in den er die Summe seiner "Wertigkeit" selbst eintragen kann. Auch neue Stars, wie zum Beispiel die Kieler Nikola Karabatic und Kim Andersson, soll Diaz de Mera schon versucht haben, so zu ködern (Karabatic: "So kann man nicht zusammenarbeiten").

Leisten könnte sich der Milliardär, der als kleiner Bauunternehmer angefangen hatte und mittlerweile ein weltweites Firmenimperium betreibt, all dies wohl auf jeden Fall.

Ansammlung an Stars

Für sein Sport-Projekt legt der Mäzen im Jahr für Handball-Kreise astronomische zweistellige Millionensummen auf den Tisch, fast das doppelte vom Etat des THW Kiel.

Diaz de Mera hat sich eine Weltauswahl zusammengekauft: Stars sind der Isländer Olafur Stefansson, die französischen Olympiasieger Jerome Fernandez, Didier Dinart und Luc Abalo, der Schwede Jonas Källman oder die Spanier Rolando Urios, Siarhei Rutenka und Arpad Sterbik sowie der Kroate Petar Metlicic.

Auf der Trainerbank sitzt in Talant Duschebajew ein früherer Welthandballer.

Bau einer eigenen Halle

Seinen Jungs hat Diaz de Mera, seit 2000 Präsident, vor sechs Jahren die Arena Don Quichote und damit eine eigene Halle gebaut.

Auch der Trophäenschrank ist mittlerweile prall gefüllt: viermal spanischer Meister, zweimal Europapokalsieger der Pokalsieger und als Krönung die Siege in der Champions League 2006 und 2008.

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