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Rastko Stojkovic (r.) gewann mit der HSG Nordhorn 2008 den EHF-Pokal © getty

Gummersbach und Nordhorn gehen mit dem knappsten Vorsprung in die Rückspiele um EHF- und Pokalsieger-Cup.

Velenje/Nordhorn - Im Kampf um Europas Handball-Trophäen stehen der VfL Gummersbach und die HSG Nordhorn vor einem heißen Pfingstwochenende.

Sowohl die Gummersbacher im EHF-Pokal als auch Nordhorn im Pokalsiegerwettbewerb schafften in den Final-Hinspielen jeweils Siege mit nur einem einzigen Tor Unterschied und müssen in den entscheidenden Rückspielen noch einmal zittern.

Dabei hat der VfL im ersten Europacup-Finale seit 26 Jahren nach einem 29:28 (13:11) beim slowenischen Spitzenklub RK Gorenje Velenje die wesentlich besseren Karten, am 1. Juni in der Kölner WM-Arena den Triumph perfekt zu machen (DATENCENTER: Ergebnisse - EHF-Pokal).

Nordhorn, das nach dem EHF-Cup-Sieg im vergangenen Jahr um den zweiten Titel der Vereinsgeschichte spielt, muss dagegen ein dünnes Polster nach dem 31:30 (20:17) gegen BM Valladolid am 30. Mai in Spanien verteidigen (VfL mit einer Hand am Cup - dünnes Polster für Nordhorn).

Zuschauer feuern Gorenje an

"Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wenn wir das Heimspiel nicht gewinnen, dann haben wir es auch nicht verdient, den Cup zu holen", sagte Gummersbachs Trainer Sead Hasanefendic.

Seine Spieler taten sich nicht nur gegen rund 2500 frenetische Slowenen, sondern auch wegen der ungewohnten Hitze von etwa 32 Grad Celsius schwer.

"Die Halle hier stand geschlossen hinter Velenje und hat das Team immer wieder nach vorne getrieben, das wünsche ich mir auch beim Rückspiel von unseren Zuschauern", sagte VfL-Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet.

Gummersbach verspielt Vier-Tore-Führung

Die zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung (12:8) und einen höheren Sieg verspielte der VfL durch mangelnde Chancenauswertung selbst.

Kapitän Momir Ilic war mit acht Treffern wieder einmal bester Werfer für den VfL, der mit dem Europapokal der Landesmeister 1983 seinen bislang letzten Europacup gewonnen hat.

Der bislang letzte Titelgewinn der Oberbergischen war die zwölfte Meisterschaft 1991.

Ein Spiel mit Wellen

Von einer derart ruhmreichen Vergangenheit gibt es in Nordhorn keine Spuren, auch die Zukunft scheint aufgrund des Zwangsabstieges nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erstmal weniger rosig.

Im Rückspiel hilft jedenfalls erstmal nur Kampf. "Dass wir mit einem Tor gewonnen haben, ist ein gerechtfertigtes Ergebnis für den Spielverlauf. Es war ein Spiel in Wellen", sagte HSG-Trainer Ola Lindgren: "Das wird jetzt im Rückspiel eine ganz, ganz schwere Aufgabe." (DATENCENTER: Ergebnisse des Pokalsieger-Cups)

Auch Nordhorn verspielt Vier-Tore-Führung

Vor 4200 Zuschauern im ausverkauften Euregium vergaben die Niedersachsen eine viel bessere Ausgangsposition für das Rückspiel, da sie eine Vier-Tore-Führung aus der 52. Minute (29:25) nicht halten konnten.

"Zwei, drei Fehler von uns und zwei, drei strittige Schiedsrichterentscheidungen - und schon ist es statt eines Sieges mit fünf Toren nur noch ein Sieg mit einem Tor. Aber die müssen uns in Spanien erstmal schlagen", sagte Nordhorns Jung-Nationalspieler Steffen Weinhold.

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