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Noka Serdarusic trainierte vor dem THW drei Jahre lang die SG Flensburg-Handewitt © getty

Der langjährige THW-Coach kehrt als slowenischer Nationaltrainer aufs Parkett zurück. 2010 kommt es zum Duell mit dem DHB-Team.

Von Annette Bachert

München - Noka Serdarusic steht kurz vor seinem Comeback auf der Trainerbank: Der langjährige Erfolgscoach des THW Kiel hat den Slowenen sein Ja-Wort als Nationaltrainer gegben.

Das berichten die "Kieler Nachrichten". Demnach soll er am Donnerstag - gut ein Jahr nach der einvernehmlichen Vertragsauflösung beim THW und nur wenige Monate nach der angeblich selbst eingeforderten Vertragsauflösung bei den Rhein-Neckar Löwen - in Ljubljana einen langjährigen Vertrag unterzeichnen.

Erste Kontakte zwischen dem slowenischen Verband und Serdarusic soll es bereits am Rande des EM-Qualifikationsspieles (DATENCENTER: Alle Quali-Ergebnisse) zwischen Deutschland und Slowenien am 13. Juni gegeben haben.

Pungartnik soll Assistent werden

Der ehemalige kroatische Nationalspieler wird sein Traineramt am 1. September antreten. (DATENCENTER: Alles zur EM-Qualifikation)

Auch einen Sportdirektor soll ihm der Verband bereits zur Seite gestellt haben: Ex-THW-Spieler Roman Pungartnik.

Seine erste große Bewährungsprobe hätte Serdarusic bereits der Europameisterschaft im Januar 2010, wenn die Slowenen neben Polen und Schweden bereits in der Vorrunde auf die deutsche Nationalmannschaft treffen. (Schweres EM-Los: "Das ist der Hammer")

Serdarusic war von 1993 bis 2008 als Trainer beim deutschen Rekordmeister Kiel beschäftigt. Offenbar wegen persönlicher Differenzen mit Manager Uwe Schwenker wurde der Vertrag allerdings am 25. Juni 2008 gekündigt.

Gesundheitliche Probleme

Seine Trainerkarriere wollte der erfolgreichste Trainer der Handball-Bundesliga-Geschichte am 1. Juli 2009 bei den Rhein-Neckar Löwen fortsetzen.

Doch am 25. Februar 2009 bat er aus gesundheitlichen Gründen um die Vertragsauflösung.

Ein Bandscheibenvorfall und eine schwere Knieoperation innerhalb eines halben Jahres setzten Serdarusic außer Gefecht.

Ein Amt als Bundestrainer, mit mehrwöchigen Pausen und keiner dauerhaften Belastung wie im Verein, ist für den 59-Jährigen wohl wieder im Rahmen des Möglichen.

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