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Frank Lemme (l.) und Bernd Ullrich pfiffen das olympische FInale 2008 © imago

Die Skandal-Schiedsrichter werden wegen der Manipulationsvorwürfe lange gesperrt. Auch der russische Seriensieger wird bestraft.

Wien - Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die unter Bestechungsverdacht stehenden deutschen Top-Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich für fünf Jahre suspendiert.

Im gleichen Zeitraum dürfen die beiden Magdeburger keine Funktionen im internationalen Handball ausüben.

Grund für die Strafen sind Vorfälle nach dem Finalrückspiel um den Europapokal der Pokalsieger zwischen Medwedi Moskau und BM Valladolid am 29. April 2006.

Damals hatten russische Zollbeamte am Moskauer Flughafen 50.000 Dollar Bargeld in Ullrichs Gepäck gefunden.

Auch Medwedi gesperrt

Zugleich verhängte der Verband gegen den russischen Serienmeister Medwedi eine Zwei-Jahres-Sperre auf Bewährung.

Valladolid hatte die erste Partie vor eigenem Publikum mit sieben Toren Vorsprung gewonnen, in Russland jedoch mit acht Toren Differenz verloren.

Lemme/Ullrich, die derzeit auch national gesperrt sind, bestreiten jegliche Manipulation und geben an, reingelegt worden zu sein.

Lemme erklärte, vor dem Spiel von einem ihm bekannten Russen angesprochen worden zu sein. Dessen Angebot, das Finale zu manipulieren, habe er aber abgelehnt.

Die EHF lastete dem Duo nun an, den Vorfall nicht gemeldet zu haben. Gleiches hatte auch der Deutsche Handball-Bund (DHB) bei einer Anhörung moniert. Lemme/Ullrich haben die Möglichkeit, innerhalb von 21 Tagen vor dem Berufungsgericht der EHF Protest einzulegen.

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