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Zvonimir Serdarusic war 15 Jahre lang Chef-Trainer beim THW Kiel © getty

Norwegen braucht einen neuen Nationaltrainer. "Noka" Serdarusic wird ebenso als Kandidat gehandelt wie Melsungen-Coach Hedin.

München - Nach dem Rücktritt von Gunnar Pettersen ist der norwegische Verband auf der Suche nach einem neuen Nationaltrainer.

Dabei scheinen die "Wikinger" ein Auge auf zwei aus der Bundesliga bekannte Trainer geworfen zu haben.

Die zuvor lange Liste möglicher Pettersen-Nachfolger, auf der unter anderem auch Kent-Harry Andersson stand, ist in den vergangen Wochen immer weiter dezimiert worden.

Nun sollen Ex-Kiel-Coach Serdarusic und der Melsungen-Trainer Robert Hedin die letzten verbliebenen Kandidaten auf dem Wunschzettel sein.

"Noka" Wunschkandidat

Nach Angaben mehrerer norwegischer Zeitungen ist Zvonimir "Noka" Serdarusic der erste Kandidat für den vakanten Chef-Trainer-Posten. Doch ob der Bosnier mit deutschem Pass überhaupt mit dem norwegischen Verband verhandelt, sei unklar.

Der 58-Jährige hatte 15 Jahre lang den deutschen Meister THW Kiel trainiert und die "Zebras" zu 25 Titeln geführt, bis er im Juni wegen interner Probleme entlassen wurde. Einem Engagement würde also nichts im Weg stehen.

Hedin zweigleisig?

Die Gespräche mit den Norwegern hingegen bestätigt, hat Hedin, Coach vom Bundesligisten MT Melsungen. Gegenüber einem norwegischen Fernsehsender erklärte der Schwede: "Ja, ich habe mit ihnen gesprochen".

Der ehemalige Nationalspieler könne sich vorstellen, sowohl weiter als Bundesliga-Coach als auch als Nationaltrainer Norwegens zu arbeiten, heißt es außerdem.

Dass sich die Melsunger einer möglichen Tätigkeit in Norwegen in den Weg stellen würden, glaubt Hedin nicht. "Allerdings würde ich die beiden Ämter lediglich bis zum Saisonende gemeinsam übernehmen", so der 42-Jährige weiter.

Norwegen für WM qualifiziert

"Eine Nationalmannschaft zu trainieren ist etwas besonderes und Norwegen hat ein interessantes Team", fühlt sich Hedin von dem Angebot geehrt.

Gunnar Pettersen hatte nach der verpassten Olympia-Qualifikation seinen Rücktritt erklärt. Zuvor hatten sich die Norweger für die WM in Kroatien im nächsten Jahr qualifiziert.

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