In seiner Kolumne schreibt Florian Kehrmann über die schmerzhafte Niederlage gegen Wetzlar und die kommenden Herausforderungen.

Liebe Handball-Freunde,

so ganz verdaut habe ich sie noch nicht, diese erste, denkbar knappe Saison-Niederlage gegen Wetzlar. Wir hatten uns vorgenommen auf alle Fälle zu gewinnen, doch leider ist es uns nicht gelungen an die guten Spiele davor anzuknüpfen.

Dabei hatten wir eigentlich den Anspruch, mit 8:0 Punkten dazustehen. Das haben wir nicht geschafft und ich weiß auch woran das lag.

Wir haben nicht aggressiv genug gedeckt und Wezlar zu viele einfache Tore werfen lassen. Wenn man dann selbst keine einfachen Tore macht, wird's gerade auswärts schwer.

[image id="3dbb3866-65dc-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Für unseren Trainer Volker Mudrow war es natürlich besonders bitter, dass wir bei seinem Ex-Klub verloren haben.

Er wird jetzt versuchen, uns für die kommenden Spiele extrem zu motivieren. Mudrow legt viel Wert darauf, unsere individuellen Stärken zu verbessern.

Am kommenden Samstag wartet auf uns das Derby. Da gilt es aufzupassen. Lübbecke ist der stärkste Aufsteiger. Sie haben sich gut verstärkt und sind momentan sehr gut drauf.

Gleich nach Lübbecke kommen Kiel und Hamburg.

Unser Ziel war, mit 10:0 Punkten da reinzugehen. Jetzt müssen wir es schaffen, mit 8:2 Punkten in die beiden Duelle zu gehen, und dort die zwei Punkte von Wetzlar zurück zu holen.

In diesen Spielen müssen wir aggressiv und hart decken, noch härter als Kiel das macht. Vor allem gegen die großen Teams darf man sich keine Fehler erlauben. Denn die werden ganz schnell bestraft und dann hat man eigentlich auch keine Chance.

Unser Saisonziel ist und bleibt, sich am Ende der Saison für die Champions League zu qualifizieren.

Zwar werden wahrscheinlich Hamburg und Kiel die Meisterschaft unter sich ausmachen, trotzdem können wir bei den oberen Plätzen ein gutes Wörtchen mitreden.

Es gilt sich bei den Qualifikations-Plätzen neben den Rhein-Neckar Löwen, Göppingen und Flensburg zu behaupten. Wie das geht? Ganz einfach: In dem wir versuchen alle kommenden Spiele zu gewinnen.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 32, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel