In seiner Kolumne schreibt Florian Kehrmann über Lemgos unerwarteten Punkt beim THW und das peinliche Pokal-Aus gegen Bad Schwartau.

Liebe Handball-Freunde,

die Pokal-Niederlage gegen Bad Schwartau ärgert mich immer noch. Zugegeben, wir haben zwar zu Anfang der Partie nicht überragend gespielt, aber wenigstens unsere Pflichtaufgabe erfüllt.

Doch in der zweiten Halbzeit sind wir dann eingebrochen. Wir haben den Faden verloren und hatten am Ende auch nicht das nötige Glück, um das Spiel noch umzubiegen.

Aber auch wenn es knapp war, man darf es eigentlich gar nicht soweit kommen lassen. Wir haben den Anspruch oben mitzuspielen und dann dürfen wir den Gegner nicht auf zwei bis drei Tore ran kommen lassen.

So wie dieses Spiel gelaufen ist, ist vielleicht auch der ganze Saisonverlauf bisher zu beschreiben. Es ist ein ständiges Auf und Ab.

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Am Anfang haben wir in der Liga unser Soll erfüllt. Doch dann kam die Partie gegen Wetzlar, wo wir die Punkte blöd liegen gelassen haben. Gegen Kiel lief es dann wiederum ganz gut. Aber gegen Hamburg sind wir endgültig auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Wir müssen jetzt schauen, dass wir die kommenden Spiele gewinnen und auch die ganzen verletzten Spieler wieder an Bord haben.

Wir sollten schon gegen Balingen mit dem Siegen anfangen. Das ist eine absolute Pflichtaufgabe. Wenn wir da gewinnen, haben wir nur noch fünf Minuspunkte. Aber auch dann liegt immer noch viel vor uns.

Das Ausscheiden im DHB-Pokal ist sehr traurig. Uns und unseren Fans fehlt dieser Wettbewerb jetzt in der ganzen Saison. Eigentlich haben wir aus der Niederlage letztes Jahr (40:39 gegen TuS N-Lübbecke) lernen wollen, aber das haben wir scheinbar nicht getan.

Aufgrund dieser Probleme hatte ich auch noch gar keine Zeit, mich mit unserem Spiel gegen HC Buducnost Podgorica im EHF-Pokal zu beschäftigen.

Sicherlich gehen wir als Favorit ins Spiel und müssen das Team aus Montenegro schlagen. Das geht einfacher, wenn wir uns einen Vorsprung erarbeiten und nicht schon früh in Rückstand geraten.

Wir werden im EHF-Pokal als auch in der Liga alles daran setzen, wieder noch oben zu kommen.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 32, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

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