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Schwenker soll mindestens zehn Champions-League Spiele manipuliert haben © getty

Uwe Schwenker bricht erstmals sein Schweigen in der Affäre um Bestechungs- und Manipulationsvorwürfe gegen Rekordmeister Kiel.

Kiel - In den Ermittlungen um die Manipulationsvorwürfe gegen Rekordmeister THW Kiel hat der ehemalige Manager Uwe Schwenker erstmals sein Schweigen gebrochen, muss sich aber innerhalb des nächsten Monats erneut einer Befragung durch die Staatsabnwaltschaft Kiel stellen.

"Wir sind noch nicht fertig. In diesem Monat wird eine weitere Befragung erfolgen", sagte Schwenker den "Kieler Nachrichten".

Insgesamt habe er dreieinhalb Stunden Rede und Antwort gestanden, sagte Schwenker.

Zu den Inhalten der Befragung schwiegen aber sowohl der 50-Jährige als auch Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer, Sprecher der Kieler Justizbehörde. "Die Ermittlungen dauern an", sagte Schulze-Ziffer.

Die Befragung leitete Staatsanwalt Axel Goos, Schwenker hatte als Rechtsbeistand seinen Anwalt Harald Riettiens dabei.

Eine Beamtin und ein Beamter des Landeskriminalamtes (LKA) sowie eine Protokollführerin vervollständigten die Runde.

Bestechungs-Vorwürfe gegen Schwenker

Schwenker steht unter dem Verdacht, mithilfe von Ex-Trainer Noka Serdarusic mindestens zehn Spiele in der Champions League inklusive des gewonnenen Finals 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt durch Schiedsrichter-Bestechung manipuliert zu haben.

Unklar ist in diesem Zusammenhang der Verbleib einer Summe von 152.000 Euro aus Schwenkers Amtszeit beim Rekordmeister.

Serdarusic droht Sperre

Durch die Aussagen Schwenkers könnte auch Serdarusic wieder in den Fokus der Ermittlungen rücken.

Genauso wie Schwenker hatte der jetzige Coach der slowenischen Nationalmannschaft bisher zu den Vorwürfen geschwiegen.

Ihm könnte eine Sperre drohen.

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