In seiner Kolumne schreibt Florian Kehrmann über das Debakel gegen die Löwen, den EHF-Cup, das Dormagen-Spiel und Michael Kraus.

Liebe Handball-Freunde,

wir haben mit dem TBV Lemgo ein sehr schlechtes Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen abgeliefert und uns in der eigenen Halle regelrecht vorführen lassen.

Gegen einen Mitkonkurrenten hatten wir uns eigentlich sehr viel vorgenommen. Dadurch war die Stimmung natürlich nicht sonderlich gut.

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Das Unentschieden im EHF-Pokal im Rückspiel in Podgorica darf man nicht überbewerten.

Wir haben sehr viele Leute geschont und auch einige Ausfälle gehabt. Das hat uns auch nicht zurückgeworfen.

Das Erreichen der nächsten Runde war die Hauptsache.

Jetzt geht es im Achtelfinale gegen Benfica Lissabon. Ich habe ich noch nie gegen sie gespielt. Ich glaube aber, dass wir der Favorit sind.

Aber man hat auch im Spiel von Göppingen gegen Porto gesehen, dass die portugiesischen Mannschaften nicht schlecht sind.

Göppingen hat sich sehr schwer getan. Es ist ein Achtelfinale und wir wollen natürlich weiterkommen. Aber es wird ganz sicher kein Selbstläufer für uns.

Wir bereiten uns jetzt auf das wichtige Bundesligaspiel in Dormagen vor. Dort müssen wir wieder punkten.

Wir haben natürlich den Anspruch in Dormagen zu gewinnen. Aber auch Dormagen hatte zuletzt ein Erfolgserlebnis in Minden.

Wir hoffen, dass sie dort nicht zu viel Selbstbewusstsein getankt haben und uns das Leben nicht all zu schwer machen.

Man kann in der Bundesliga auswärts eigentlich fast überall verlieren, deswegen glaube ich nicht, dass es ein einfacher Gang wird.

Aber der Favorit sind wir, und wir wollen natürlich gewinnen.

Über die Aussagen von Michael Kraus (schließt Abschied aus Lemgo nicht aus, müsste als Kapitän der Nationalmannschaft in der Champions League, Anm. d. R.) möchte ich mich nicht groß äußern.

Es ist natürlich sehr unglücklich, ein Interview in der Phase vor einem Spitzenspiel zu veröffentlichen. Es ist seine Meinung. Wie es da jetzt genau weitergeht, kann ich nicht sagen. Da muss man abwarten.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 32, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

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