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Horst Bredemeier (l.) trainierte von 1989 bis 1992 die Nationalmannschaft der Männer © imago

Der Deutsche Handball-Bund wollte 2012 gleich zwei Europameisterschaften ausrichten. Jetzt bekommt er keine von beiden.

Wien - Der Deutsche Handball-Bund (DHB) ist mit seiner Doppelbewerbung für die Ausrichtung der Männer- und Frauen-EM 2012 gescheitert.

Beim Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien setzte sich bei den Männern Serbien als Ausrichter gegen den DHB und Frankreich durch.

Die Endrunde der Frauen wird in vier Jahren in den Niederlanden ausgetragen. Neben Deutschland hatten sich auch Serbien und die Ukraine beworben.

DHB versucht es weiter

"Europa ist für unsere Idee noch nicht bereit gewesen. Wir sind aber nicht enttäuscht, sondern werden es weiter versuchen", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Der Deutsche Handball-Bund wollte beide EM-Turniere in einem "Jahr des Handballs" durchführen.

Die anderen Länder, auch Serbien, waren mit Einzelbewerbungen angetreten.

EM weiter in geraden Jahren

Vor der Vergabe der EM-Turniere stellte die EHF einen Antrag auf Verlegung der Titelkämpfe in ungerade Jahre zurück.

Damit findet die EM der Männer wie bisher im Januar gerader Jahre statt.

Gescheitert ist der Antrag, dass wie beim Weltverband IHF nur noch das Exekutivkomitee die Auswahl künftiger Turnier-Gastgeber trifft.

Lian weiter EHF-Präsident

Damit vergeben weiterhin die Verbände auf dem Kongress die EM. "Da ist der Weltverband weiter. Trotzdem wurden in Wien kleine Fortschritte gemacht", meinte Bredemeier.

Bereits zum Auftakt des Kongresses am Freitag war EHF-Präsident Tor Lian aus Norwegen bis 2012 in seinem Amt bestätigt worden.

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