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Uwe Schwenker übernahm 1993 als Manager die Geschicke des THW Kiel © getty

Der ehemalige Kieler Manager Uwe Schwenker muss sich wohl wegen des Manipulationsverdachts vor Gericht verantworten.

Kiel - Die Staatsanwaltschaft Kiel hat gegen den Manager des deutschen Handball-Meisters THW Kiel, Uwe Schwenker, Anklage erhoben.

Das bestätigte Gerichtssprecher Kai Thomsen der "dpa".

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen Schwenker wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs stehe unmittelbar vor dem Abschluss.

Unklar ist der Verbleib von 152.000 Euro aus der THW-Kasse.

Schwenker hatte bei seiner Aussage im November nach Informationen der "Kieler Nachrichten" erklärt, das Geld sei zu Teilen an den kroatischen Spielervermittler Nenad Volarevic (92.000 Euro) sowie an den damaligen Kieler Trainer Noka Serdarusic (60.000) geflossen.

Laut "Kieler Nachrichten" erfolgten die Zahlungen an Volarevic zeitnah zum unter Manipulationsverdacht stehenden Champions-League-Finale der siegreichen Kieler vor zwei Jahren gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Selbstbezichtigung von Volarevic?

Serdarusic erhielt einen Teil des Geldes wenige Tage nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2008 gegen Ciudad Real.

Dem Bericht des "Spiegel" zufolge soll es Zeugenaussagen geben, wonach Volarevic sich in einer schriftlichen Selbstbezichtigung der Bestechung der beiden Schiedsrichter Miroslaw Baum und Marek Goralczyk beschuldige.

Dies sei im Auftrag Schwenkers geschehen.

Das polnische Gespann hatte 78599besagtes Finale 2007 geleitet.

Flensburg wird aktiv

Die Flensburger erwägen weiter eine Schadensersatzklage.

"Aus unserer Sicht gibt es in den Akten stichhaltige Indizien, dass das Champions-League-Finale 2007 manipuliert wurde", sagte der Sportrechtler Thomas Summerer, der die Flensburger vertritt, dem "Spiegel".

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