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Ulrich Strombach wurde 1998 zum Präsident des DHB gewählt © getty

DHB-Präsident Strombach stand zuletzt schwer in der Kritik. Doch jetzt scheinen die Unstimmigkeiten ausgeräumt worden zu sein.

Hamburg - Die erwartete Palastrevolution auf dem 29. Bundestag des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in Hamburg ist am Samstag ausgeblieben.

Nach der im Vorfeld geäußerten Kritik an DHB-Präsident Ulrich Strombach - vor allem im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen bei der 2002 erfolgten Vergabe der WM 2005 - fand eine öffentliche Demontage des 64-Jährigen durch die Landesverbände nicht statt.

Stattdessen hatten Vertreter beider Seiten am Vorabend die Unstimmigkeiten weitgehend ausgeräumt.

"Vorwürfe entbehren jeder Grundlage"

"Nach umfassender Darlegung aller Sachverhalte wurde übereinstimmend festgestellt, dass alle insbesondere gegen den Präsidenten erhobenen Vorwürfe jeglicher Grundlage entbehren", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Präsidiums und der Regional- und Landesverbände sowie der Ligaverbände.

Am Nachmittag wurde der Rechtsanwalt aus Gummersbach, der den Verband seit zehn Jahren führt, für weitere drei Jahre wiedergewählt.

Wirbel um WM-Vergabe

In den vergangenen Tagen waren dem Präsidenten mangelnde Kommunikation und fehlende Transparenz vergehalten worden.

So hatte der NDR-"Sportclub" am vergangenen Wochenende berichtet, dass die DHB-Spitze bei der WM-Vergabe 2005 Mitbewerber Russland 50.000 US-Dollar für den Rückzug angeboten und später auch gezahlt habe.

Deutschland war damals mit seiner Bewerbung letztlich an Tunesien gescheitert. Strombach hatte angekündigt, sich auf dem Bundestag umfassend zu allen Punkten zu äußern.

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