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Uwe Schwenker war 16 Jahre lang Manager bei Rekordmeister THW Kiel © getty

Schwenker und Serdarusic müssen sich vor Gericht verantworten. Ihnen wird Bestechung vorgeworfen - allerdings kein Betrug.

Kiel - Die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Kiel hat in der Manipulationsaffäre um Ex-Manager Uwe Schwenker und den früheren Coach Zvonimir Serdarusic vom THW Kiel das Hauptverfahren eröffnet.

Wie das Landgericht am Donnerstag bekannt gab, hat die Strafkammer die Anklage der Staatsanwaltschaft Kiel vom 29. Januar 2010 mit einer abweichenden rechtlichen Beurteilung des angeklagten Sachverhaltes zur Hauptverhandlung zugelassen.

Im Gegensatz zu der Staatsanwaltschaft geht die Kammer aber nicht von Betrug und Untreue, sondern von einer gemeinschaftlich begangenen Bestechung im geschäftlichen Verkehr aus.

Damit ist eine geringere Erwartung des Strafmaßes verbunden.

Keine Täuschungshandlung

Die Kammer begründet ihre Entscheidung damit, "dass es nach derzeitiger Auffassung der Kammer an einer für die Verwirklichung eines Betruges erforderlichen Täuschungshandlung fehlt".

Zudem wies das Gericht darauf hin, dass die Entscheidung zur Eröffnung des Hauptverfahrens "keine Bewertung der Schuld oder Unschuld der Angeklagten enthält".

Angeklagte bestreiten Vorwürfe

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft sollen Schwenker und Serdarusic den polnischen Schiedsrichtern im Zuge des Champions-League-Finalrückspiels des THW Kiel gegen die SG Flensburg-Handewitt (29:27) im April 2007 einen höheren fünfstelligen Geldbetrag durch einen kroatischen Mittelsmann übergeben haben.

Beide bestreiten dies.

Bevor nun die Strafkammer das Hauptverfahren eröffnete, war die Frist zur Einreichung weiterer Stellungnahmen der Parteien zuvor dreimal verlängert worden.

Ursprünglich sollte das Ergebnis der Untersuchung im Dezember vorliegen.

Keine weiteren Erklärungen

Wann mit der Terminierung der Hauptverhandlung zu rechnen ist, steht derzeit nicht fest.

Das Gericht teilte zudem mit, dass es weitere Erklärungen zu diesem Verfahren derzeit weder mündlich noch schriftlich geben werde.

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