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Holger Glandorf spielt seit 1999 für die HSG Nordhorn © imago

Der überstürzte Abgang von Rechtsaußen Jan Filip offenbart die angeschlagene Finanzsituation der HSG. Die Spieler warten offenbar seit Monaten auf ihre Gehälter. Holger Glandorf bleibt.

München - EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn steckt offenbar weiterhin in finanziellen Schwierigkeiten.

"Wenn man aufs Konto guckt und das Geld ist nicht da, fragt man sich schon, was los ist", sagte HSG-Spieler Nicky Verjans der Fachzeitschrift "Handballwoche".

Die Spieler warten derzeit offenbar auf zwei Monatsgehälter.

Mit Jan Filip hat ein Leistungsträger den Bundesligisten in Richtung Liga-Konkurrent Rhein-Neckar Löwen wegen der "nicht optimalen finanziellen Lage in Nordhorn" schon verlassen.

Auch der Tscheche wartet nach Sport1.de-Informationen noch auf ausstehende Gehälter.

Glandorf bleibt gelassen

Weitere Abgänge könnten folgen, auch wenn es noch Treuebekenntnisse der Spieler gibt.

"Ich sehe überhaupt keinen Grund zur Panik und habe auch keine Angst, dass die HSG auseinander bricht", meinte Weltmeister Holger Glandorf.

Etat steht noch nicht

Der 25-Jährige kann die HSG 2009 aber ablösefrei verlassen. "Ich werde abwarten, wie die Entwicklung ist", erklärte der Rückraumstar.

HSG-Manager Bernd Rigterink hatte nach dem Filip-Transfer erklärt, dass man mit dem Etat noch nicht so weit sei, dass man sich alle Spieler leisten könne.

"Ein ganz normaler Transfer"

Pikanterweise haben die Nordhorner für Filip offenbar keine Ablösesumme erhalten. Jedenfalls wurde dies nicht von Rigterink auf Sport1.de-Nachfrage dementiert.

"Man muss das jetzt nicht weiter ausschlachten. Es handelt sich um einen ganz normalen Wechsel, wie er immer wieder vorkommt. Wir sondieren jetzt den Markt, vielleicht findet sich ein Ersatz", sagte der HSG-Manager.

Ein Wechsel Glandorfs zu einem anderen Klub sei vorerst aber kein Thema.

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