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Stars wie Marcus Ahlm gönnt Trainer Gislason in der neuen Sasion mehr Pausen © getty

Der neue THW-Coach, Alfred Gislason, gönnt seinen Spielern mehr Erholung. Marcus Ahlm verlängert vorzeitig seinen Vertrag.

Von Eva Fischer

München - Nach der Trennung von Erfolgscoach Noka Serdarusic sind die THW-Spieler und die Kieler Fans gleichermaßen gespannt auf die Arbeit des neuen Trainers Alfred Gislason.

Der 48-jährige Isländer ist sich der hohen Erwartungen bewusst. "Wir stehen alle unter Druck", sagte Gislason wenige Tage vor der Abreise seiner Mannschaft ins Trainingslager, und kündigte bereits an, dass er nicht alles umkrempeln werde.

Sein Hauptaugenmerk legt Gislason auf den Angriff, um das Tempospiel weiter zu verbessern: "Um noch schneller zu werden, müssen wir die Breite der Mannschaft mehr nutzen und mehr wechseln. Dabei dürfen wir den hohen Standard aber nicht aufs Spiel setzen." Werbung

Trainingsschwerpunkt in der Offensive

Topspieler wie der Franzose Nikola Karabatic oder der Schwede Marcus Ahlm, der seinen Vertrag in Kiel verlängert hat, sollen nicht mehr in jedem Spiel die volle Zeit auf dem Feld stehen.

Gislason plant, "dass auch Leistungsträger mehr Pausen bekommen. Wenn man gegen Dormagen spielt, muss einer wie Nikola sicher nicht 60 Minuten spielen."

Lob für den Ex-Trainer

"Bei der Abwehrarbeit gibt es kaum etwas zu verbessern, da ist in den letzten Jahren viel gewachsen", lobt Gislason die Arbeit seines Vorgängers gegenüber den "Kieler Nachrichten".

Der ehemalige Trainer des VfL Gummersbach will neben der defensiven 6:0-Deckung noch eine offensive 5:1-Abwehrvariante einstudieren.

Verstärkung auf Rechtsaußen

Voraussetzung ist natürlich, dass alle Positionen doppelt besetzt sind. Für den Rückraum sieht Gislason auch keine Probleme.

Lediglich mit der Besetzung der rechten Außenposition ist er unzufrieden: "Tobias Reichmann, der ab 2009 beim THW spielen wird, könnte ich natürlich sofort gebrauchen. Der ist allerdings noch an Magdeburg gebunden."

Mit dem slowenischen Nationalspieler Vid Kavticnik steht im Kader des THW derzeit nur ein Rechtsaußen.

"Wenn Manager Uwe Schwenker das Wort Ablöse hört, bekommt er Hautausschlag. Mal sehen, was da noch passiert", gibt sich Gislason zuversichtlich, für den Kiel zuletzt eine Rekord-Ablösesumme von rund 750.000 Euro gezahlt haben soll.

Ahlm bleibt in Kiel

Weltklasse-Kreisspieler Marcus Ahlm, der seit 2003 für die Zebras spielt, zeigt sich mit den jüngsten Entwicklungen in Kiel zufrieden.

Dementsprechend verlängerte der schwedische Nationalspieler seinen Vertrag beim THW vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2011.

"Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl in Kiel, und ich glaube, meine sportlichen Ziele auch weiterhin hier verwirklichen zu können", sagte der 30-Jährige, der auch von Ligakonkurrent Rhein-Neckar Löwen umworben worden war.

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