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Torjägerin Grit Jurack (r.) im Duel,l mit Nair Almeida © getty

Die DHB-Frauen fertigen Angola ab und reisen selbstbewusst nach China. Kreisläuferin Anja Althaus sorgt für eine Schrecksekunde.

Halle/Westfalen - Die deutschen Handballerinnen haben ihre Generalprobe für die Olympischen Spiele in Peking mit Bravour bestanden.

Gegen Angola setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich in Halle/Westfalen mit 37:30 (19:12) durch und schloss damit das letzte Test-Wochenende vor dem Abflug nach China mit zwei Kantersiegen ab.

Am Samstag hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bereits in Köln einen 30:19 (14:9)-Erfolg gegen den Afrikameister gefeiert.

"Das war eine Leistungssteigerung gegenüber dem Beginn der Vorbereitung", sagte Bundestrainer Armin Emrich, der wie seine Spielerinnen vor allem über die Zuschauerzahl in Köln staunte.

Riesenkulisse

"Es hat riesig Spaß gemacht, vor dieser Kulisse spielen zu können. Das war die Präsentation einer Sportart in ganz toller Kulisse."

14.300 Zuschauer bedeuteten inoffiziellen Weltrekord: Nie zuvor hatte so viele Fans ein Frauen-Länderspiel gesehen. Nachdem im ersten Vergleich Grit Jurack mit fünf Toren erfolgreichste deutsche Werferin war, trafen im zweiten Duell Welthandballerin Nadine Krause und Stefanie Melbeck (je 5 Tore) am besten.

Gegen den etwas enttäuschenden Olympia-Teilnehmer Angola überzeugten die Deutschen mit einer stabilen Abwehr und immer wieder schönen Kombinationen vor dem gegnerischen Tor.

Unkonzentriertheiten

Durch einige Unkonzentriertheiten brachten sie sich vor allem am Samstag aber auch um noch höhere Erfolge.

Eine gehörige Schrecksekunde gab es in der zweiten Partie, als Kreisläuferin Anja Althaus in der 27. Minute mit dem rechten Fuß umknickte. Mit sichtlichen Schmerzen und einem dicken Verband um den Knöchel musste sie in die Kabine humpeln.

Auftakt gegen Brasilien

Bei den am 8. August beginnenden Sommerspielen sind Weltmeister Russland, Ungarn, Südkorea, Schweden und im ersten Spiel Brasilien (9. August) die deutschen Gegner.

"Da wird jedes Spiel ein Entscheidungsspiel", so Emrich, der nach WM-Bronze mit seinem Team aber die nächste Medaille anpeilt. Am 1. August steigt er mit seiner Mannschaft in den Flieger nach Peking.

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