vergrößernverkleinern
Der Neu-Flensburger Oscar Carlen hat nicht nur einen kräftigen Wurf © imago

Kleinholz, Scherben: Die Skandinavier legen nach den Testspielen gegen Deutschland so richtig los. Mittendrin: ein Flensburger.

Flensburg - Eine Szenerie wie in den wildesten Tagen der Rolling Stones: Das Hotelzimmer demoliert, überall Glasscherben und vergossenes Bier.

Die schwedische Nationalmannschaft hatte nach den beiden Testspielen am Wochenende gegen Deutschland offensichtlich noch jede Menge Energie übrig.

Oscar Carlen (SG Flensburg-Handewitt) sowie seine Kollegen Sebastian Seifert (KIF Kolding) und Fredrik Petersen (GOG Svendborg TGI) richteten in ihrem Zimmer im noblen "Hotel am Schlossberg" in Nürtingen bei Stuttgart einen Schaden von rund 8.000 Euro an.

Schwedens Medien waren empört. Das "Aftonbladet" titelte: "Hotel-Skandal erschüttert das Nationalteam".

Carlen zum Rapport

In Flensburg blieben die Vorfälle für Carlen nicht folgenlos. Die 20-jährige Linkshänder-Hoffnung der SG wurde bereits von Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen und Trainer Kent-Harry Andersson zu einem Gespräch gebeten.

Carlens Vater Per, seit Kurzem Co-Trainer in Flensburg, war ebenfalls anwesend.

Zunächst hatte die Vereinsführung in Flensburg gehofft, der Vorfall könne geheim gehalten werden, auch jetzt wollte sich niemand näher zu der Angelegenheit äußern. "Weitere Schritte werden wir intern regeln", kündigte Dahl-Nielsen stattdessen an.

Linnell zieht Konsequenzen

Auch Nationalcoach Ingemar Linnell reagierte entsetzt und strich das Randalierer-Trio für das nächste Länderspiel aus dem Kader.

"Ich kann nicht akzeptieren, was passiert ist. Auch eine Entschuldigung ist nur eine Entschuldigung", sagte Linnell bei "Sportexpressen", der beim Spiel gegen Dänemark zum letzten Mal auf der Trainerbank Platz nehmen wird.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel