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Löwe Karol Bielecki (l.) versucht an Nikola Karabatic vorbeizuwerfen © imago

Die Löwen unterliegen im Benefizspiel für den verstorbenen Oleg Velyky einer Weltauswahl. Auch Bielecki steht im Blickpunkt.

Mannheim - Der Bundesligist Rhein-Neckar Löwen hat das Benefizspiel zu Gunsten der Hinterbliebenen des verstorbenen Oleg Velyky 31:34 (17:16) gegen eine Weltauswahl in Mannheim verloren.

Der deutsche Nationalspieler war Ende Januar im Alter von 32 Jahren an den Folgen einer Hautkrebserkrankung gestorben.

Vor 8451 Zuschauern in der SAP-Arena traf Grzegorz Tkaczyk (5/1) für die Löwen am häufigsten.

Jan Filip (6/3) war für die Weltauswahl am erfolgreichsten, in deren Reihen sechs Deutsche standen 126233(DIASHOW: Handball-Wechselbörse).

Neben Nationalmannschafts-Kapitän Pascal Hens (Hamburg) liefen unter anderem die ehemaligen DHB-Spieler Christian Schwarzer (5), Daniel Stephan (1) und Stefan Kretzschmar (1/1) für das "Team der Besten" auf.

Schwarzer zieht positives Fazit

"Ich muss natürlich fit bleiben, wenn ich den anderen noch was vormachen will. Allerdings muss ich an meinem Abschluss arbeiten", erklärte Schwarzer nach der Partie bei SPORT1.

"Ich glaube, wenn Oleg zugeschaut hat, dann hat ihm das heute mit Sicherheit gefallen. Er hatte immer Spaß an solchen Dingen", lobte Schwarzer das Benefiz-Spiel.

Die Löwen lobte er für deren Neuzugänge: "Sie haben mit Börge Lund und Andy Schmid zwei sehr gute Mittelleute dazubekommen."

Bielecki im Blickpunkt

Der komplette Erlös der Veranstaltung geht an Velykys Frau Kataryna und den gemeinsamen Sohn Nikita.

Im Blickpunkt stand in Mannheim auch Karol Bielecki. Der Pole von den Rhein-Neckar Löwen absolvierte nur gut sechs Wochen nach dem Verlust seines linken Augenlichts sein zweites Spiel (Nach Horror-Unfall: Bielecki spielt wieder).

Bielecki warf drei Tore. "Ich will so gut spielen wie früher - oder noch besser. Ich habe keine Angst und glaube, dass der im Länderspiel erlittene Unfall mich stärker gemacht hat", sagte der Nationalspieler, der mit einer Schutzbrille spielt.

Tumor bei Velyky

Bei Velyky war im September 2003 erstmals ein malignes Melanom diagnostiziert worden.

Nach einer ersten Therapie spielte der gebürtige Ukrainer zunächst wieder Handball und gehörte auch zum deutschen Kader, der 2007 im eigenen Land Weltmeister wurde.

Aufgrund einer Verletzung bestritt der Rückraumspieler damals allerdings kein Spiel.

Kreuzbandriss bei EM

Im März 2008 musste sich Velyky einer erneuten Operation unterziehen. Ein Jahr später gab er dann noch einmal ein kurzes Comeback beim HSV Hamburg und wurde frenetisch bejubelt.

Zwischen 2005 und 2008 hatte der frühere Essener bei den Rhein-Neckar Löwen gespielt und die Kapitänsbinde getragen.

Für die Nationalmannschaft war Velyky letztmals im Januar 2008 beim EM-Auftakt in Norwegen aufgelaufen. Damals hatte er nach wenigen Minuten einen Kreuzbandriss erlitten.

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