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Michael Kraus hat gute Chancen auf eine Nominierung für den WM-Kader
Michael Kraus gab im April die Kapitänsbinde im Nationalteam zurück © getty

Michael Kraus sagt, er hätte die EM im Januar nie spielen dürfen und bringt sich als Nachfolger für Pascal Hens ins Spiel.

Hamburg - Handball-Nationalspieler Michael Kraus hat nach seinem Wechsel vom TBV Lemgo zum Vize-Meister HSV Hamburg Selbstkritik geübt.

Vor allen Dingen seinen Einsatz bei der enttäuschend verlaufenen EM zu Beginn dieses Jahres in Österreich hält der 26 Jahre alte Spielmacher im Nachhinein betrachtet für einen Fehler.

"Ich hätte bei der EM gar nicht auflaufen dürfen. Ich war angeschlagen, hatte große Knieprobleme. Trotzdem wollte ich der Mannschaft helfen. Leider konnte ich das nicht", sagte Kraus der "Sport Bild" und fügte hinzu: "Nie wieder fahre ich angeschlagen zu einem großen Turnier."

Bereit für Hens-Nachfolge

Bei der Europameisterschaft hatte die deutsche Mannschaft im Januar nur Platz zehn belegt - die schlechteste Platzierung eines DHB-Teams bei kontinentalen Wettkämpfen. Insbesondere Kraus war nach seinen schwachen Leistungen harsch kritisiert worden.

Der Weltmeister von 2007 hatte daraufhin sein Kapitänsamt niedergelegt, doch dieses Thema ist für den früheren Göppinger nicht für alle Zeiten abgehakt.

Kraus: "Momentan füllt Pommes (Pascal Hens, Anm. d.Red.) das Amt sensationell aus. Wenn er mal abtritt und ich gefragt werde, stehe ich gern zur Verfügung."

Kraus: HSV hat das "Sieger-Gen"

Seinem neuen Klub traut Kraus schon in der anstehenden Saison einiges zu (126233DIASHOW: Handball-Wechselbörse).

"Die Mannschaft ist gespickt mit Welt- und Europameistern. Die haben alle das Sieger-Gen", sagte Kraus, der bei Pokalsieger HSV Hamburg einen Vertrag bis 2014 unterschrieben hat.

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