Florian Kehrmann schreibt in seiner Sport1.de-Kolumneüber das erste EM-Qualifikationsspiel des Nationalteams und Kiel gegen TBV.

Liebe Handball-Freunde,

zum Thema Nationalmannschaft, die am Mittwoch mit jungen Spielern das erste EM-Qualifikationsspiel in Wetzlar gegen Bulgarien bestreitet: Das Team hat mit dem ersten Heimspiel eine ganz angenehme Aufgabe. Das kommt der jungen Mannschaft auch ohne Torsten Jansen und Holger Glandorf entgegen.

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Danach folgt allerdings eine schwere Aufgabe in Slowenien. Und da muss das Team zeigen, dass es da auch bestehen kann. Mit der der Atmosphäre dort müssen die Spieler erst einmal fertig werden.

Ich selbst werde in Wetzlar nicht vor Ort sein. Wir haben ja hier beim TBV Lemgo auch noch Training. Und es ist ja nicht so, dass ich hier nur herumsitze.

Zum Thema Spitzenspiel des TBV am 9. November beim Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel: Wir sind Tabellen-Zweiter. Wir haben schon fünf schwere Auswärtspunkte bei den Rhein-Neckar Löwen, in Berlin und Großwallstadt geholt.

Aber andererseits haben wir auch noch fünf Mannschaften aus dem oberen Tabellen-Drittel, gegen die wir noch spielen müssen. Wir sind bisher sehr froh, wie die Saison gelaufen ist, aber wir können uns auch nicht ausruhen.

Kiel ist der ganz klare Favorit, aber wir werden hier sicherlich eine Außenseiterrolle haben. Warum sollen wir dann nicht auch Kiel ärgern. Wir fahren da ja nicht hin, um nur nicht hoch zu verlieren. Wir fahren dahin, um Punkte mitzunehmen.

Zum Thema, Noka Serdarusic würde künftiger Trainer bei den Berliner Füchsen: Die Füchse haben in den vergangenen zwei Jahren sehr viel geleistet. Möglich ist alles.

Sie wurden in der neuen großen Halle trotz der Niederlage gegen uns stürmisch gefeiert. Und dort bewegt sich was.

Bob Hanning hat aus einer Mannschaft, die in der Zweiten Liga herumgedümpelt ist, eine Spitzenmannschaft gemacht. Das Drumherum wurde immer größer und jetzt haben sie am Wochenende vor 15.000 Zuschauern gespielt.

Die Entwicklung geht dahin, dass Berlin immer weiter nach vorne will. Das Potenzial ist da. Man hat die Chance, noch einiges professionell aufzubauen. Bisher haben sie einen guten Trainer. Man muss abwarten, ob Noka dort ein Thema ist. Aber um Noka werden immer viele Gerüchte geschürt.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 31, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

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