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Der THW Kiel ist aktueller Dutscher Handball-Meister © getty

Nach dem Vorbild der Fußballer bekommen die Profi-Vereine auch im Handball mehr Macht. Der Schritt wird begrüßt.

Kopenhagen - Die Fußballer haben es längst vorgemacht, jetzt ziehen die Handballer nach.

Der Einfluss der Profivereine soll größer werden, und deshalb wurde nun beim Kongress des Europäischen Handballverbands EHF in Kopenhagen der Weg für das Professional Handball Board freigemacht.

Das Professional Handball Board (PHB) setzt sich aus Vertretern der EHF, der nationalen Ligen, der Klubs und von Spielerorganisationen zusammen.

In diesem Gremium wird künftig beispielsweise über Fragen wie Abstellgebühren für Spieler bei Europameisterschaften oder den Terminkalender entschieden.

"Schritt in die Zukunft"

Das "PHB" gibt es nur für den europäischen Männer-Handball, ob ein derartiger runder Tisch auch für den Frauen-Handball kommen wird, soll im November bei einem Workshop in Wien besprochen werden.

Das neue Gremium war vor allem von den Klubs und Ligen gefordert worden, die nun in wichtige Entscheidungen miteinbezogen werden.

Der Präsident des PHB, der noch gewählt werden muss, wird Mitglied der EHF-Exekutive.

"Das ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft", sagte der Slowene Tomas Jersic, der Präsident der Kluborganisation "Forum Club Handball".

Abstellgebühren für WM-Spieler

Innerhalb einer Woche gab es für die Klub-Vereinigungen damit einen zweiten Erfolg.

Vergangenen Freitag hatte der Weltverband IHF bekannt gegeben, dass ab 2011 auch bei Weltmeisterschaften Abstellgebühren für Spieler an die Vereine ausgeschüttet werden.

Pro Weltmeisterschaft sollen das 736.000 Schweizer Franken sein.

Am Samstag wird der Kongress in Kopenhagen fortgesetzt, dann geht es unter anderem um die Vergabe der Europameisterschaften.

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