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Thorsten Storms Vertrag bei den Löwen läuft noch bis 2015 © imago

Zieht es den Löwen-Manager nach Hamburg? Vor dem Rückspiel im CL-Achtelfinale gegen Zagreb herrscht wieder mal Unruhe in Baden.

Von Julian Meißner

München - Wieder einmal Wirbel in Baden: Vor dem wichtigen Rückspiel der Löwen im Achtelfinale der Champions League gegen Zagreb sorgt ein Bericht über den möglichen Abgang des Managers für Unruhe.

Thorsten Storm steht angeblich vor einem Wechsel zu Tabellenführer HSV Hamburg. Das zumindest berichtet das Hamburger "Abendblatt".

Der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen könnte demnach im Sommer HSV-Präsident Andreas Rudolph ersetzen, der sich offenbar nicht mehr zur Wahl stellen will.

"Eines der vielen Gerüchte"

Storm dementierte die Meldung. "Es handelt sich um eines der vielen Gerüchte", sagte der 46-Jährige dem "Mannheimer Morgen": "Ich habe keine Kontakte zum HSV, einen Vertrag bei den Rhein-Neckar Löwen und sehr, sehr viel Arbeit bei meinem Klub."

HSV-Vizepräsident Dierk Schmäschke hätte Rudolphs Amt eigentlich übernehmen sollen, steht jedoch dem "Abendblatt"-Bericht zufolge vor einer Rückkehr nach Flensburg.

Trainer Martin Schwalb wird nach der laufenden Saison in die Geschäftsführung aufrücken und durch den Schweden Per Carlen ersetzt.

Vakuum nach Fitzek?

Eine Verpflichtung Storms würde in mehrfacher Hinsicht Sinn machen: Nach der Trennung von Christian Fitzek sollte die Stelle des Sportdirektors bei den Hanseaten eigentlich nicht mehr besetzt werden. Doch Schwalb fehlt die Erfahrung im operativen Geschäft, Schmäschkes kolportierter Abgang würde eine Lücke hinterlassen.

Und Storm, gebürtiger Schleswig-Holsteiner, wäre bereits vor seinem Wechsel aus Flensburg zu den Löwen 2007 fast in Hamburg gelandet.

Faktor Nielsen

Das Verhältnis Storms zu Löwen-Haupgesellschafter Jesper Nielsen gilt zudem als belastet. Der dänische Multimillionär hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Alleingängen auf sich aufmerksam gemacht.

[kaltura id="0_quvi0coe" class="full_size" title="Storm Stimmt nat rlich nicht "]

Zuletzt sorgte Nielsen für Aufsehen, als er ankündigte, gleich eine Handvoll Spieler in Richtung des Löwen-Kooperationsklubs AG Kopenhagen abzuziehen - darunter angeblich auch den künftigen Star-Neuzugang Krzysztof Lijewski.

Sogar Gerüchte über einen Wechsel von Trainer Gudmundur Gudmundsson in die dänische Metropole machten die Runde.

"Bin ein stolzer Löwe"

Nielsen hatte zuletzt Spekulationen beendet, er werde spätestens im nächsten Jahr bei den Löwen aussteigen.

"2012 läuft nur der Sponsorenvertrag mit meiner Firma Pandora aus. Ich persönlich bleibe auf jeden Fall bis 2015", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Ich bin ein stolzer Löwe und das sollten in diesen Tagen alle sein."

Sieg gegen Zagreb Pflicht

Sportlich steht der Klub gut da. Das Final Four im Pokal ist gebucht, in der Toyota HBL ist immerhin die direkte Champions-League-Qualifikation in Reichweite.

Und in der diesjährigen Königsklassen-Saison läuft bis jetzt alles nach Plan - einen Sieg im Rückspiel gegen Zagrebs Stars um Ivano Balic vorausgesetzt.

Cupic gegen Landsleute selbsbewusst

"Wir müssen das gleiche Niveau bringen wie im Hinspiel, oder uns sogar noch steigern", fordert Löwen-Rechtsaußen Ivan Cupic vor dem Duell gegen seine Landsleute.

Den ersten Vergleich am Sonntag hatte sein Team mit 31:28 (15:12) für sich entschieden (DATENCENTER: Champions League).

"Klar ist, dass wir in unserer SAP-Arena die Favoritenrolle haben, denn hier in Mannheim soll kein anderes Team gewinnen", gibt sich Cupic selbstbewusst: "In dieser Saison haben wir vor unseren Fans noch nicht verloren und das soll auch gegen meine Landsleute aus Zagreb so bleiben."

Eine Niederlage würde den Löwen nach den Erpressungsvorwürfen der Verteidigung Uwe Schwenkers und der nun anstehenden Diskussion um Storm weitere unruhige Tage einbrocken.

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