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Martin Heuberger (m.) trat im im Sommer 2011 die Nachfolge von Heiner Brand an © getty

Bundestrainer Martin Heuberger lassen die letzten Verbalattacken kalt. Für einen Umbruch sieht der 47-Jährige keinen Grund.

München - Martin Heuberger bleibt in den Diskussionen um die Zukunft des Deutschen Handballbundes (DHB) der ruhende Pol:

Nach den erneuten Verbalattacken hat der Bundestrainer betont gelassen auf die Kritik von Ex-Nationalspieler Frank von Behren reagiert und alle Beteiligten zu mehr Sachlichkeit aufgefordert (BERICHT: Von Behren: DHB gibt "erbärmliches Bild" ab).

"Da werden im Moment Äpfel mit Birnen verglichen und da kommen Sachen auf den Tisch, die nicht dahin gehören", sagte Heuberger in einem Pressegespräch in Mannheim.

"Die gesamte Entwicklung wird mir insgesamt zu negativ gesehen. Wenn wir ins EM-Halbfinale eingezogen wären, würde keiner den Verband angreifen", so Heuberger weiter.

Zudem forderte der 47-Jährige von den Kritikern "konkrete Vorschläge".

Heuberger spürt "das Vertrauen"

Auslöser für die Reaktion des Schutterwälders ist die erneute Kritik am DHB.

Nach Nationaltorhüter Silvio Heinevetter hatte auch von Behren den größten Handball-Verband der Welt attackiert und ihm ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft warf dem DHB unter anderem schlechtes Krisenmanagement vor.

Seine persönliche Zukunft beim DHB sieht Heuberger durch die Kritiker nicht gefährdet.

"Damit muss man leben, wenn man seine sportlichen Ziele nicht erreicht. Ich spüre das Vertrauen des DHB und meiner Mannschaft. Ich würde den Weg gerne weitergehen", sagte der Bundestrainer.

Heinevetter bleibt im Kader

Auch in Bezug auf Konsequenzen für die Kritiker bleibt Heuberger zurückhaltend.

Nationaltorhüter Heinevetter muss nach seiner Kritik an DHB-Präsident Ulrich Strombach keine Strafe fürchten, für Heuberger ist "die Sache nach einem klärenden Gespräch abgehakt" (EXKLUSIV: Heinevetter erläutert Attacke).

Der Bundestrainer kündigte an, Heinevetter für das Test-Länderspiel gegen Island (14. März) in Mannheim erneut zu nominieren.

Win-Win-Situation für DHB und HBL

Um weitere Attacken in Zukunft zu vermeiden, plant der Bundestrainer die Zusammenarbeit mit der Handball-Bundesliga zu intensivieren.

"Ich möchte einen Konsens zum Thema Jugendförderung erreichen. Ich brauche die Unterstützung der Bundesliga, um mit der Nationalmannschaft erfolgreich zu sein. Aber auch die Liga profitiert von einer starken Nationalmannschaft", sagte Heuberger.

Kein Umbruch im DHB-Team

Dem Bundestrainer ist die Ausländerquote, "auf der ein oder anderen Position noch zu hoch".

Im Länderspiel gegen Island hat sich der Bundestrainer vorgenommen, "einige junge Spieler zu testen".

Einen Umbruch soll es trotz der erfolglosen Europameisterschaft und dem Olympia-Aus aber nicht geben: "Wir wollen Talente heranführen, für einen Schnitt gibt es keinen Grund."

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