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Die IHF steht nicht zum ersten Mal im Kreuzfeuer der Kritik © imago

Moustafa und Co. geben klein bei: Der Weltverband kündigt an, seinen Verpflichtungen gemäß des WADA-Codes nachzukommen.

Varazdin - Der Handball-Weltverband IHF hat angekündigt, seinen Verpflichtungen gemäß des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nachzukommen.

Die IHF teilte auf ihrer Internetseite mit, am Rande der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaft in Kroatien zu einem Treffen zusammenzukommen und alle wichtigen Punkte umzusetzen.

In der vergangenen Woche war berichtet worden, dass die IHF drei wesentliche Punkte des WADA-Codes nicht erfülle und daher sogar der Ausschluss aus dem olympischen Programm drohe. (IHF manövriert sich ins Abseits)

So gibt es nach Angaben der Dänin Inge-Lis Kanstrup, Mitglied der medizinischen Kommission des Verbandes, keine Vor-Wettkampf-Kontrollen, ein begleitendes pädagogisches Programm fehle ebenso wie unabhängige Anti-Doping-Kontrollen.

Moustafa im Kreuzfeuer

Eine gewichtige Rolle bei den Verstößen soll IHF-Präsident Hassan Moustafa spielen. Der Ägypter beharrt angeblich darauf, dass jede Ansetzung einer Vor-Wettkampf-Kontrolle über seinen Tisch gehe.

Das widerspräche jedoch den internationalen Standards im Anti-Doping-Kampf.

Zudem soll Moustafa die Anti-Doping-Unit der IHF aufgelöst haben.

Der Weltverband teilte mit, dass es nun eine Meldepflichtregel geben werde, die sich von anderen unterscheidet. Die IHF werde eine Teammeldepflicht und keine individuelle Meldepflicht beantragen.

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