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Hassan Moustafa sorgte auch bei der Vergabe der WM 2005 für Unruhe © imago

In der Schweiz wird gegen die IHF und Präsident Hassan Moustafa ermittelt. Es geht um die vermeintliche Veruntreuung von Zuschüssen.

Zagreb - Die Staatsanwaltschaft Basel ermittelt wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung" gegen den Handball-Weltverband IHF.

Die Staatsanwaltschaft sei an der Arbeit, sagte IHF-Generalsekretär Peter Mühlematter am Rande der Weltmeisterschaft in Zagreb und bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online".

Dabei soll der Verbleib von Zuschüssen an Ägypten als WM-Ausrichter 1999 aufgeklärt werden.

Es geht möglicherweise "um unsaubere Geschäfte, die bis ins Jahr 1999 zurückreichen", erklärte Markus Melzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, der "Basler Zeitung".

Sogar Haftstrafe droht

Als Höchststrafe in Untreueverfahren sieht das Schweizer Strafgesetzbuch (Artikel 158) bis zu fünf Jahre Gefängnis vor.

Bei der WM 1999 fungierte der heutige IHF-Präsident Hassan Moustafa als Chef des Organisationskomitees.

Moustafa war gleichzeitig Präsident des ägyptischen Verbandes.

Streit mit der WADA

Der eigenwillige Ägypter hatte immer wieder durch undurchsichtige Geschäftspraktiken für Aufsehen gesorgt. Zuletzt sorgte ein Streit mit der WADA für Wirbel. (IHF manövriert sich ins Abseits)

Dagegen hatte sich Moustafa während der WM zur Wehr gesetzt. (Moustafa wehrt sich gegen Vorwürfe)

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