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Bei der WM 2007 standen sich Brand (r.) und Islands Trainer Gislason gegenüber © getty

Nach Heiner Brands Rundumschlag Richtung Bundesliga im Anschluss an das Olympia-Aus widerspricht Kiels Trainer energisch.

Von Michael Schwartz

München - Bundestrainer Heiner Brand bekommt Gegenwind aus Bundesliga.

Nachdem der Gummersbacher im Anschluss an das frühe Aus der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen die fehlende Bereitschaft der Erstligisten, deutsche Talente einzusetzen, angeprangert hatte, widerspricht ihm nun Kiels Trainer Alfred Gislason energisch.

"Es ist nicht richtig, ein schlechtes Turnier einfach auf die Liga abzuwälzen", lässt sich der Isländer in den "Kieler Nachrichten" zitieren.

"Deutsche Talente teurer"

Es gebe genug gute Leute, so Gislason, sie müssten aber auch berufen werden.

Außerdem betont Gislason: "In der Regel sind die deutschen Talente teurer als Ausländer."

Deswegen sei es schwieriger, deutsche Nachwuchsspieler zu verpflichten.

Nicht ausgeglichen genug

Nach dem Rücktritt von Markus Baur und Verletzungen von Oleg Velyky, Lars Kaufmann und Pascal Hens war der Kader schlicht nicht ausgeglichen genug besetzt, hatte Brand am Dienstag gesagt.

"Seit nahezu zwölf Jahren haben ich immer wieder angemahnt, dass junge Spieler gefördert werden müssen, sonst wird irgendwann dieser Zustand, den wir jetzt gerade erleben, zum Normalfall, und das darf im Sinne des Handballs nicht sein."

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