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Uwe Schenker (l.) und Noka Serdarusic sollen diverse Europapokal-Spiele des TWH verschoben haben © imago

Belastungszeuge Dieter Matheis sagt am Freitagmorgen in der Kieler Bestechungsaffäre vor der Staatsanwaltschaft aus - umfassend.

München - In der vermeintlichen Manipulationsaffäre um Rekordmeister THW Kiel ("Das System stinkt vom Kopf her") wird die Kieler Staatsanwaltschaft am Freitag einen der Hauptzeugen vernehmen.

Wie die "Welt" am Donnerstag berichtete, hat Dieter Matheis, Aufsichtsratsmitglied der Handball-Bundesliga (HBL) und Beiratsvorsitzender der Rhein-Neckar Löwen, für 10.30 Uhr eine Vorladung erhalten. Auch Löwen-Manager Thorsten Storm soll sich am Freitag äußern.

"Ich bin froh, dass die ganze Sache jetzt bei der Staatsanwaltschaft liegt, denn die Affäre muss aufgeklärt werden. Einer der Beteiligten sagt die Unwahrheit, und nun gilt es herausfinden, wer das ist", sagte Matheis.

"Wir sind plötzlich der Buhmann"

Storm will ausschließlich der Staatsanwaltschaft "mitteilen, was ich weiß." Bei der Auslosung zum Final-Four-Turnier in Hamburg fügte er hinzu: "Wir Rhein-Neckar Löwen sind plötzlich der Buhmann. Dabei ist uns nur ein Gerücht zu Ohren gekommen, deshalb wollten wir den Vertrag mit Noka Serdarusic auflösen. Und deshalb haben wir einen vertraulichen Brief an die HBL geschrieben." (Löwen-Verdacht: 10 Spiele gekauft)

Zunächst hatte Matheis mit einem Brief an Kiels Manager Uwe Schwenker die Vorwürfe um Spielmanipulationen gegen den THW ins Rollen gebracht. Er hatte Schwenker, gegen den mittlerweile wegen Untreue ermittelt wird, darin um Aufklärung von Manipulationsgerüchten gebeten.

Vorwurf: Bestechung in zehn Fällen

Gegen den ehemaligen THW-Trainer Noka Serdarusic ermittelt die Behörde wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue.

Nach Berichten des Nachrichtenmagazins "Spiegel" soll der THW in mindestens zehn Spielen der Champions League Schiedsrichter bestochen und allein für das gewonnene Finale gegen die SG Flensburg-Handewitt 2007 96.000 Euro gezahlt haben.

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