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Michael Wiederer (r.) ist Generalsekretär des europäischen Handball-Verbandes © imago

Der EHF-Generalsekretär glaubt nicht an ein schnelles Ende der Manipulationsaffäre und will "die richtigen Schlüsse" ziehen.

München - Der von Manipulationsvorwürfen gebeutelte Handballsport wird wohl so schnell nicht zur Ruhe kommen.

Michael Wiederer, Generalsekretär des Europäischen Handball-Verbandes (EHF), glaubt, eine kürzlich gestartete Umfrage des Verbandes unter 300 Schiedsrichtern und 150 Delegierten werde weitere Spiele mit Auffälligkeiten zu Tage bringen.

"Und wir werden sicher noch einige Hardliner-Fälle erhalten", sagte Wiederer der Tageszeitung "Die Welt".

"Wollen eine komplette Säuberung erreichen"

Der EHF-Generalsekretär betonte, der Verband werde alles für die Aufklärung tun.

"Wir wollen in der Affäre eine komplette Säuberung ereichen", sagte der Österreicher. ("Es will doch keiner Ehrlichkeit")

Der Handball werde "erst dann im Sumpf verschwinden, wenn er nicht die richtigen Schlüsse aus der Affäre" ziehe. In zehn Tagen wolle die EHF-Exekutive zusammenkommen und klären, welche konkreten Maßnahmen eingeleitet werden würden.

Verständnis für die Spieler

Wiederer zeigte zudem für den Unmut vieler Profis Verständnis:

"Wenn sie auf dem Feld alles gegeben haben, aber dunkle Mächte über den Ausgang entscheiden, fühlt man sich als Spieler betrogen."

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