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Andrej Lawrow (h.) gewann dreimal Olympia-Gold - mit der UdSSR, der GUS und Russland © imago

Nach Angaben Lawrows sind die 50.000 Dollar von einem "konkurrierenden Hallenbetreiber" in Ullrichs Sporttasche gesteckt worden.

Frankfurt/Main - Der frühere russische Weltklassetorhüter Andrej Lawrow hat im Zuge der Aufklärung der möglichen Schiedsrichter-Manipulation im internationalen Handball offenbar die deutschen Unparteiischen Frank Lemme/Bernd Ullrich entlastet.

Bei einer Befragung durch den Europäischen Verband EHF soll Lawrow nach Informationen der "Handball-Woche" gemutmaßt haben, dass die gefundenen 50.000 Dollar von einem "konkurrierenden Hallenbetreiber" in Ullrichs Sporttasche gesteckt worden seien (DHB suspendiert Skandal-Schiris).

Dies ist nach Aussage von Lawrow geschehen, "um dem Handball zu schaden".

Lawrow hatte bei dem Verhör durch die EHF zugegeben, dass er für das Europapokalfinale zwischen Medwedi Moskau und BM Valladolid 2006 vom russischen Verbands-Präsidenten Wladimir Grigorijew mit der "Schiedsrichter-Betreuung" von Lemme/Ullrich beauftragt gewesen sei.

Keine Protokolle über Bargeld-Fund?

Am Spieltag selbst habe sich Lawrow, der als einer der Drahtzieher des Manipulations-Versuchs bezeichnet wurde, aber gar nicht mehr in Russland aufgehalten.

Weder beim russischen Zoll noch bei der Polizei gebe es Protokolle über den Fund der 50.000 Dollar, behauptete Lawrow.

Die EHF untersucht derzeit sechs mögliche Bestechungsfälle, die durch eine Befragung unter Schiedsrichtern und Offiziellen Mitte März offenkundig geworden waren (Umfrage legt neue Bestechungsfälle frei) .

Das Magdeburger Spitzenduo Lemme/Ullrich ist bis auf Weiteres vom nationalen und internationalen Spielbetrieb suspendiert (Auch EHF stellt Lemme/Ullrich frei).

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