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Der Schwede Stefan Lövgren spielt seit 1999 für den THW Kiel © getty

Meister Kiel siegt eine Woche vor dem Supercup auch ohne seine Olympia-Teilnehmer. Nordhorn schlägt einen französischen Top-Klub.

Von Julian Meißner

München - Auch ohne seine deutschen und französischen Olympiateilnehmer zeigt sich Meister und Pokalsieger THW Kiel in guter Frühform.

Gut eine Woche vor dem offiziellen Saisonauftakt beim Supercup gegen den HSV Handball in München besiegten die "Zebras" Zweitligist Post Schwerin am Freitag mit 42:31 (22:14).

Garanten für den Erfolg waren ein Routinier und ein Neuzugang: Spielmacher Stefan Lövgren glänzte mit neun Treffern als bester Werfer, sein Landsmann Andreas Palicka zeigte im Tor 23 Paraden.

Lund und Kavticnik auf der Bank

Dabei hatte der haushohe Favorit einen klassischen Fehlstart erwischt, lag schnell mit 0:3 hinten. 8:1 Tore in Folge brachte Alfred Gislasons Mannschaft, bei der Börge Lund 60 Minuten auf der Bank verbrachte und Vid Kavticnik nur für die Siebenmeter eingesetzt wurde, in Front.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit schwächelten die Kieler, näher als bis auf sechs Tore kamen die Schweriner von Trainer Norbert Henke aber nicht heran.

"Wir wollten entschlossener zupacken, haben die guten Vorsätze aber nur kurz eingehalten", erklärte Kapitän Lövgren.

Nordhorn im Finale in Doboj

Gut in Form präsentiert sich auch die HSG Nordhorn beim Vorbereitungsturnier im bosnischen Doboj. Das Team von Ola Lindgren kam zu einem sicheren 28:19 (14:10)-Erfolg gegen den französischen Top-Klub US Ivry.

"Das war die passende Antwort", meinte Lindgren in Anbetracht des schwachen 26:22 am Vortag gegen die Gastgeber: "Wir haben mehr Motivation und eine bessere Einstellung gehabt und sehr stark gedeckt."

Beste Werfer gegen den französischen Meister von 2007 waren mit je vier Toren Bjarte Myrhol, Jan-Richard Lislerud Hansen und Peter Kukucka. Im Finale geht es aller Voraussicht nach gegen die Spanier von Ademar Leon.

Flensburger Neuzugang Carlen in guter Form

Bereits am Donnerstag siegte die SG Flensburg beim Regionalligisten VfL Fredenbeck mit 37:19 (16:10).

"Wir haben nicht in jeder Phase konzentriert gespielt", meinte Flensburgs Co-Trainer Per Carlen. "Es war aber ein souveräner Sieg." Erfolgreichster Schütze war sein Filius Oscar (7/2).

Ein Pflichtsieg gelang auch den Rhein-Neckar-Löwen unter der Woche beim Zweitligisten SG Wallau. 41:38 (22:19) hieß es am Ende für das Team von Juri Schewzow, bei dem Neuzugang Jan Filip mit neun Toren am häufigsten traf.

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