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Alfred Gislason begann 1997 als Bundesliga-Coach in Hameln © imago

THW-Coach Alfred Gislason stellt sich vor den entlassenen Manager Uwe Schwenker und attackiert die Medien. Nichts sei bewiesen.

Kiel - Trainer Alfred Gislason von Handball-Rekordmeister THW Kiel glaubt in der Manipulationsaffäre an die Unschuld des zurückgetretenen Managers Uwe Schwenker (Hintertür für Schwenker?) und hat zugleich die Medien scharf kritisiert.

"Nichts ist bewiesen. Der eigentliche Skandal ist die Presse", sagte der Isländer den Kieler Nachrichten (DATENCENTER: Alles zum THW). Es gebe Vorverurteilungen, das Ende der Ermittlungen werde nicht mal abgewartet.

"Zu den Geldern habe ich meine eigene Theorie. Wenn ein junges Talent aus dem Ausland geholt werden soll, dann werden Handgelder gezahlt", sagte Gislason.

"Würde uns hart treffen"

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schwenker wegen des Verdachts der Untreue (Weitere Zeugen gegen Schwenker), am Dienstag war der Geschäftsführer beim THW zurückgetreten.

Nach internen Befragungen hatte er die nicht ordnungsgemäße Verbuchung von insgesamt 152.000 Euro nicht erklären wollen bzw. auf Anraten seiner Anwälte können.

Gislason hofft, dass Schwenker dem Verein doch noch erhalten bleibt: "Er hat mehr für den THW getan als jeder andere. Es würde uns hart treffen, ihn zu verlieren. Verlieren wir sein Fachwissen, ist es ein Rückfall in alte Zeiten. Es gibt so viele, die davon profitieren, den THW zu beschmutzen."

"Nervig und traurig"

Die aktuellen Geschehnisse seien "nervig und traurig" für die Mannschaft und der Schaden durch die Enthüllungen über Schiedsrichter riesig.

Aber er lasse sich den Spaß nicht nehmen, so Gislason.

Das für den THW mögliche Triple aus Meisterschaft, DHB-Pokalsieg und Triumph in der Champions League wäre für den Nachfolger von Noka Serdarusic "ein Traum".

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