In seiner Kolumne beschreibt Florian Kehrmann die Lemgoer Niederlage in Hamburgund was er vom Rücktritt Uwe Schwenkers hält.

Liebe Handball-Freunde,

bei der 24:32-Niederlage in Hamburg wurden meinem TBV die Grenzen aufgezeigt. Der HSV hat alle seine Tore klasse herausgespielt und dadurch auch verdient gewonnen.

Die Niederlage ist aber kein Beinbruch.

Man darf nicht alles an diesem Spiel festmachen. Wir spielen bis jetzt eine sehr gute Saison und stehen immerhin auf Platz drei. Außerdem ist der Kader der Hamburger wirklich Weltklasse.

Für mich ist Hamburg eigentlich schon seit der Gruppenphase der Champions League einer der Favoriten auf den Titel in diesem Jahr.

Es ist eine der wenigen Mannschaften, die es in einem möglichen Finale mit der bisher überragenden Mannschaft aus Kiel aufnehmen könnte.

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Die deutschen Spitzenvereine bestimmen ja schon jahrelang die europäischen Wettbewerbe. Ich denke, dass dieses Jahr wieder eine deutsche Mannschaft den Champions-League-Titel holen wird.

Eine super Nachricht der vergangenen Woche war für uns, dass Martin Strobel einen Vertrag verlängert. Er ist wirklich ein guter Fang - noch sehr jung, aber er kann von Markus Baur viel lernen und bekommt beim TBV die Spielanteile, die er dafür braucht. Ich finde es gut, dass er sich zum Verein bekennt und bei diesem Projekt mitzieht.

Der Manipulationsskandal bleibt natürlich auch ein Thema. Zu Uwe Schwenkers Rücktritt ist zu sagen, dass damit noch niemandem wirklich geholfen ist.

Es müssen endlich Fakten auf den Tisch und die Sache muss aufgeklärt werden.

Damit meine ich nicht nur die Personalie Schwenker, sondern auch die Geschichte mit den Schiedsrichtern.

Es müssen Schlüsse gezogen werden und gegebenenfalls Bestrafungen erfolgen. Es bringt nichts, monatelang über die Sache zu diskutieren.

Für uns Lemgoer geht es schon am Sonntag gegen die Füchse aus Berlin weiter. Da müssen wir punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Denn der Gegner danach heißt THW Kiel.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 31, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

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