In seiner Kolumne schreibt Lemgo-Profi Florian Kehrmann über den Liga-Gipfel gegen Beinahe-Meister Kiel und Richardsons Comeback.

Liebe Handball-Freunde,

beim 33:30-Sieg gegen die Füchse Berlin hat mein TBV seine Pflichtaufgabe erfüllt. Wir haben zwei Punkte mitgenommen, mehr aber auch nicht.

Auch wenn es am Ende noch eng geworden ist - verloren hätten wir das Spiel niemals. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, deshalb haben die Berliner bis zum Schluss gut mitgehalten.

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Dass die Rhein-Neckar Löwen gegen den HSV gewonnen haben, spielt für uns eigentlich keine große Rolle. Wir schauen nicht auf die anderen.

Wir selbst müssen jetzt alle Kräfte mobilisieren, damit wir Tabellenführer Kiel diese Saison doch noch eine Niederlage zufügen können.

Das ist unser großes Ziel für das Spiel am Sonntag. Alles wird auf uns blicken und hoffen, dass Kiel verliert.

Obwohl der THW im Spiel gegen uns die Meisterschaft holen könnte, konzentrieren wir uns nur auf uns. Wir wollen mal wieder ein großes Spiel gewinnen, nachdem wir auch schon die Löwen zuhause bezwungen haben.

Wir spielen in Halle, im Gerry-Weber-Stadion. Da haben wir in einem sehr guten Spiel auch schon Flensburg geschlagen. Gegen Kiel wollen wir das wieder schaffen.

Die Verletzung von Kiels Kim Andersson sehe ich nicht unbedingt als Vorteil für uns. Christian Zeitz ist momentan auch wieder gut drauf. Er ist immer gefährlich, wenn er 60 Minuten spielt.

Andersson ist natürlich wichtig für den THW, aber sie haben mit dem Außen Vid Kavticnik ja noch eine weitere Alternative.

Kiel lebt sowieso mehr vom Spielsystem als von den Einzelspielern. Der THW ist fähig, den Ausfall zu kompensieren.

Den Löwen ist mit Jackson Richardson natürlich eine spektakuläre Verpflichtung gelungen. Sie sind ja noch in der Champions League und im Pokal dabei und dadurch ist die Belastung sehr hoch. Ein Spieler wie Richardson kann da schon mal den entscheidenden Impuls geben.

Und Jack ist auch neben dem Spielfeld ein lustiger Kerl, der für Stimmung sorgt. Ich bin gespannt, was er noch drauf hat.

Euer Florian Kehrmann

Florian Kehrmann, 31, spielt seit 1999 in Lemgo. Mit dem TBV wurde Kehrmann 2002 Deutscher Pokalsieger und 2003 Deutscher Meister. In Ljubljana holte der Nationalspieler nach Platz zwei bei der WM 2003 und bei der EM 2002 den Europameister-Titel 2004. 2007 wurde er dann mit der Brand-Truppe Weltmeister. Zudem stand Kehrmann bei Olympia in Athen mit dem DHB-Team auf dem Podest, holte dort Silber. Seit Jahren gehört Deutschlands Handballer des Jahres 2003 und 2005 zu den besten Rechtsaußen der Welt. Informationen zu unserem Sport1.de-Kolumnisten finden Sie unter www.florian-kehrmann.de

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