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Jesper Nielsen ist Geschäftsführer der dänischen Kasi-Group © getty

Auf einmal lobt der Löwen-Gesellschafter das Krisenmanagement beim THW. Nach seinen Anschuldigungen war er bedroht worden.

Mannheim - Gesellschafter Jesper Nielsen von den Rhein-Neckar Löwen hat im Zuge der Manipulations-Affäre rund um den deutschen Handball-Meister THW Kiel das jüngste Krisenmanagement der Norddeutschen gelobt.

"Man merkt, dass sie um Transparenz und Aufklärung bemüht sind. Da gibt es neue Strukturen. Das begrüße ich mit Blick auf die Zukunft", sagte Nielsen nach dem 31:30 (16:18)-Sieg der Löwen im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Kiel (THW trotz Niederlage im Finale) .

Der THW hatte am vergangenen Dienstag als weiteren juristischen Beirat den renommierten Ludwigsburger Sportrechtler Christoph Schickhardt engagiert (THW engagiert Sportrechtler).

Zudem war bekannt gegeben worden, dass die Kontrollmechanismen innerhalb der Gremienarbeit verstärkt werden.

So sollen zum Beispiel die Kontrollrechte des Beirats präzisiert und satzungsmäßig verankert werden.

Neue Geschäftsführung

Ferner wird die Geschäftsführung künftig ein betriebswirtschaftliches Controlling installieren.

Neben Sabine Holdorf-Schust, die nach dem Rücktritt des schwer belasteten Uwe Schwenker zunächst kommissarisch das Ruder beim THW übernommen hatte, wird ein weiterer Geschäftsführer eingestellt.

Kiel soll mehrere Spiele in der Champions League durch Schiedsrichter-Bestechung beeinflusst haben, darunter auch das Final-Rückspiel 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Drohungen gegen Nielsen

Nielsen hatte in der Affäre unlängst mit weiteren verbalen Attacken nachgelegt und es in der "Hamburger Morgenpost" nicht ausgeschlossen, "dass Kiel auch jetzt noch Schiedsrichter besticht" (Weitere Vorwürfe von Nielsen).

Daraufhin sei er bedroht worden.

"Ich musste den Blog auf meiner Firmen-Homepage schließen lassen", berichtete der dänische Schmuckunternehmer und meinte: "Die Kieler brauchen eben ein Feindbild."

Nielsen war im Zuge der Ermittlungen zweimal von der Staatsanwaltschaft Kiel befragt worden.

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