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Die Löwen (C. Schwarzer, Patrick Groetzki) ver- loren 2008/09 vier von fünf Partien gegen Kiel © getty

Kiel behält gegen die Rhein-Neckar Löwen wieder die Oberhand. Der HSV rückt auf Platz zwei vor. Der letzte Absteiger steht fest.

München - Der alte und neue deutsche Meister THW Kiel hat sich mit einem Sieg im Spitzenspiel der Bundesliga schon für das Finale der Champions League eingeworfen.

Im vierten Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen seit Ende April (Wechsel-Wirrwarr bei den Erzrivalen) setzte sich der THW mit 33:28 (16:11) durch und baute die Tabellenführung mit 59:3 Punkten weiter aus.

Nach einem weiteren Ligaspiel am Dienstag bei der HSG Nordhorn empfängt die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason am 24. Mai Titelverteidiger Ciudad Real zum Final-Hinspiel in der Königsklasse. (Stenogramme 31. Spieltag)

Lemgo erneut geschlagen

Die Löwen (46:16) fielen durch ihre siebte Saisonniederlage hinter den HSV Hamburg auf den dritten Rang zurück. Die Hamburger (47:15) gewannen 31:25 (13:11) bei GWD Minden und übernahmen damit wieder den zweiten direkten Qualifikationsplatz für die Champions League. Der Dritte muss in der Qualifikation antreten.

Hinter dem Spitzentrio verlor der Tabellenvierte TBV Lemgo (43:19) durch eine 25:27 (11:15)-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt (42:20) etwas den Anschluss und spürt die Norddeutschen wieder im Nacken. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auf die Qualifikation für den EHF-Pokal sind beide erste Anwärter.

Stralsund letzter Aufsteiger

In Lauerstellung dahinter liegt Frisch Auf Göppingen (40:22), das nach dem 29:29 (11:17) bei der HSG Nordhorn auf dem sechsten Rang bleibt.

Nach dem Zwangsabstieg der Nordhorner und von TuSEM Essen (28:36 bei der HSG Wetzlar) steht nun auch der letzte Absteiger fest.

Im Aufsteigerduell mit dem TSV Dormagen unterlag der Stralsunder HV 20:30 (6:13) und muss nach der 27. Saisonniederlage im 31. Spiel und 6:56 Punkten auf dem Konto den Gang in die zweite Liga antreten.

Remis gegen die Füchse

Die HBW Balingen-Weilstetten und die Füchse Berlin trennten sich 25:25 (11:14). Balingen (21:41) rutschte damit auf den 15. Platz, Berlin (26:36) ist weiterhin Elfter.

Die Kieler peilen unterdessen bei drei noch ausstehenden Spielen weiter den Punkterekord in der 18er-Liga an. Den halten mit je 62:6 Zählern der THW selbst (2005 und 2006) sowie der TBV Lemgo (2003).

Kavticniks Siebenmeter sitzen

Vid Kavticnik war mit zehn Toren Sieggarant für die Kieler, die nur in den ersten sieben Minuten zurücklagen.

Vom 3:5 enteilten die Gastgeber bis Mitte der ersten Spielhälfte auf 10:6, doch die Löwen ließen sich nicht abschütteln: Gudjon Valur Sigurdsson brachte sie in der 39. Minute auf 18:20 heran.

Dann entschieden die Zebras jedoch die Partie mit einem 6:1-Zwischenspurt, bei dem Kavticnik vier Siebenmeter verwandelte. Bester Werfer der Badener war der deutsche Nationalspieler Uwe Gensheimer mit neun Toren.

Lemgo holt sechs Tore auf

In Flensburg lagen die Gastgeber um die sechsfachen Torschützen Lars Christiansen und Thomas Mogensen von Beginn an vorn und enteilten in der ersten Hälfte mehrfach auf fünf Tore.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lasse Svan Hansen sogar auf 17:11, bevor Lemgo zur Aufholjagd blies und in der 49. Minute durch einen Strafwurf von Michael Kraus zum 23:23 ausglich.

Allerdings brachten sich die Ostwestfalen danach auch durch drei Zeitstrafen um ihre Siegchance.

Elf Tore von Lindberg

Hamburg hatte seinen Sieg in Minden vor allem Hans Lindberg und Rückraum-Ass Pascal Hens zu verdanken, die elf bzw. acht Tore erzielten.

Nach der Pause lag GWD um den siebenfachen Torschützen Aljoscha Schmidt durchweg zurück, ließ sich aber erst in den letzten sieben Minuten abschütteln.

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