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Der Tscheche Milan Berka kam 2004 von Dukla Prag nach Stralsund © imago

Hamburg erobert Platz zwei zurück, da die Löwen in Kiel verlieren. Lemgo muss sich umschauen, Stralsund zurück ins Unterhaus.

München - Die Bundesliga schaut ab sofort nur noch nach Europa: Nachdem die Meisterschaft für den THW Kiel längst entschieden ist und seit Samstag der Stralsunder HV als dritter Absteiger endgültig feststeht, geht es in der Liga nur noch um die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe.

Und in den Rekordjägern aus Kiel, dem VfL Gummersbach und der HSG Nordhorn-Lingen spielen ab kommendem Wochenende gleich drei Teams um Europacups.

Die Kieler warfen sich mit einem Sieg im schwachen Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen (33:28) für das Finale in der Champions League ein. (Pleiten für die Löwen und Lemgo)

Gislason "nicht vollends zufrieden"

Mit dem Erfolg im vierten Duell gegen die Mannheimer in den vergangenen drei Wochen baute die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason die Ausbeute auf 59:3 Punkte aus und hat die Rekordbilanz in der 18er Liga von 62:6 Zählern weiter im Visier.

Bei drei noch ausstehenden Spielen dürfte der THW seine eigene Marke der Jahre 2005 und 2006 sowie des TBV Lemgo 2003 locker knacken.

"Ich bin froh, dass wir gewonnen haben", sagte Gislason nach dem Topspiel, "dennoch kann ich nicht vollends zufrieden sein mit unserer Leistung, denn wir haben sehr viele Fehler gemacht." (Wechsel-Wirrwarr bei den Erzrivalen)

Die Leistung soll nach einem weiteren Ligaspiel am Dienstag in Nordhorn wesentlich besser werden, wenn Kiel am 24. Mai Titelverteidiger Ciudad Real zum Final-Hinspiel in der Königsklasse empfängt.

Lemgos Kampfgeist zahlt sich nicht aus

Die Löwen (46:16) fielen durch ihre siebte Saisonniederlage hinter den HSV Hamburg auf den dritten Rang zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Hamburger (47:15) gewannen 31:25 (13:11) bei GWD Minden und übernahmen damit wieder den zweiten direkten Qualifikationsplatz für die Champions League. Der Dritte muss in der Qualifikation antreten.

Hinter dem Spitzentrio verlor der Tabellenvierte TBV Lemgo (43:19) trotz großen Kampfes durch eine 25:27 (11:15)-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt (42:20) etwas den Anschluss und spürt die Norddeutschen wieder im Nacken.

Auf die Qualifikation für den EHF-Pokal sind beide erste Anwärter. In Lauerstellung dahinter liegt Frisch Auf Göppingen (40:22), das nach dem 29:29 (11:17) bei der HSG Nordhorn auf dem sechsten Rang bleibt. (Stenogramme 31. Spieltag)

Auch Stralsund bald zweitklassig

Nach den Zwangsabstiegen der Nordhorner, die am kommenden Samstag zum Final-Hinspiel im Pokalsiegercup BM Valladolid empfangen, und von Tusem Essen (28:36 bei der HSG Wetzlar) steht nun auch der dritte und letzte Absteiger fest.

Im Aufsteigerduell mit dem TSV Dormagen unterlag der Stralsunder HV 20:30 (6:13) und muss nach der 27. Saisonniederlage im 31. Spiel und 6:56 Punkten auf dem Konto den Gang in die zweite Liga antreten.

Die HBW Balingen-Weilstetten und die Füchse Berlin trennten sich 25:25 (11:14). Balingen (21:41) rutschte damit auf den 15. Platz zurück, Berlin (26:36) ist weiterhin Elfter.

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