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Bertrand Gille wurde 2008 mit Frankreich Olympiasieger © imago

Der HSV will gegen Gummersbach auf keinen Fall die Pokalschlappe wiederholen. Nordhorns Peter Gentzel begegnet seiner Zukunft.

Von Julian Meißner

München - Der Stachel sitzt immer noch tief: Nach der bitteren Pokalniederlage des HSV Hamburg in eigener Halle gegen den VfL Gummersbach wollen sich die Hanseaten unbedingt revanchieren.

Am Dienstag (20.15 Uhr LIVESCORES) kommt es beim Auftakt des 32. Bundesliga-Spieltags zur Neuauflage des Duells, wieder in der Hamburger Color-Line Arena (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Martin Schwalb, dessen Job nach dem Ende aller Hamburger Titelhoffnungen angeblich sogar auf der Kippe stand, sagt: "Welches Kaliber wir mit dem VfL erwarten, wissen wir."

Ohne Lackovic und "Pino"

Der HSV-Trainer weiter: "Wir werden gegen Gummersbach alles geben, damit am Ende ein anderer Sieger auf dem Feld steht als beim letzten Aufeinandertreffen, und um den zweiten Platz auch weiterhin zu halten. Mit unseren Fans im Rücken werden wir einen Vorteil haben." (HSV klettert, Stralsund steigt ab)

Allerdings fallen Shooter Blazenko Lackovic (Außenbandverletzung am Fuß) und Abwehr-Spezialist Dimitri Torgowanow (Außenbandverletzung am Knie) weiter aus.

VfL denkt schon an Velenje

Gummersbachs Trainer Sead Hasanefendic erwartet dennoch ein "schweres Spiel gegen einen starken Gegner". Der VfL-Coach befürchtet: "Der HSV will sportliche Revanche für die Final-Four-Niederlage nehmen."

Sein Team wolle sich vor dem nächsten Saisonhighlight am Wochenende das nötige Selbstvertrauen holen.

Verzichten muss Hasanefendic in Hamburg auf Spielmacher Viktor Szilagyi, der wegen eines Anrisses der Achillessehne auch für die EHF-Pokal-Finalspiele gegen Velenje auszufallen droht, und Kreisläufer Robert Gunnarsson (Wadenzerrung).

Rückkehrer Andersson: "Volle Pulle"

Im zweiten Dienstagsspiel tritt Meister Kiel bei der HSG Nordhorn-Lingen an. Der THW will sich dabei für das Hinspiel des Champions-League-Finales am Sonntag warm werfen.

"Auch mit der Champions League vor Augen: Wir spielen volle Pulle", verspricht Kim Andersson, der nach seinem Mittelhandbruch beim Final Four sein überraschendes Comeback feierte.

Gentzel gegen die eigene Zukunft

HSG-Oldie Peter Gentzel tritt bei seinem drittletzten Auftritt im Euregium auf seinen neuen Klub.

"Zu verschenken haben wir nichts", sagt der schwedische Keeper des insolventen Zwangsabsteigers: "Einsatz bis zum letzten Abpfiff sind wir allein unserem treuen Publikum schuldig. Die haben in jeder Krise zu uns gestanden und die Halle gefüllt".

Karabatic gibt keine Ruhe

Auf Kieler Seite wird die Partie schon vor dem Anpfiff erneut von den Befindlichkeiten des Welthandballers überschattet (Wechsel-Wirrwarr bei den Erzrivalen).

Nikola Karabatic hat einmal mehr klar gemacht, dass er den THW auf jeden Fall und so schnell wie möglich verlassen möchte (Karabatic forciert Abschied).

Nach dem "Wortbruch" der Verantwortlichen in der Causa Serdarusic sei die Grundlage für eine Zusammenarbeit nicht mehr gegeben.

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