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Der Schwede Kim Andersson erzielte in Nordhorn drei Treffer für Kiel © getty

Der deutsche Meister schießt sich für das Champions-League-Finale warm. Der HSV holt einen wichtigen Sieg im Kampf um Platz zwei.

München - Mit einem Torfestival hat sich der deutsche Rekordmeister THW Kiel auf das erste Champions-League-Finale gegen Ciudad Real eingestimmt.

Der Meister und Pokalsieger setzte sich am 32. Spieltag bei Zwangsabsteiger HSG Nordhorn mit 38:27 (22:16) durch und baute seine Erfolgsbilanz in der laufenden Saison auf 30 Siege bei einem Unentschieden und einer Niederlage aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Sonntag hat der THW in der Neuauflage des Vorjahresfinals gegen den spanischen Titelverteidiger zunächst Heimrecht.

Nordhorn verpasste wie der VfL Gummersbach, der 24:32 (11:15) beim HSV Hamburg unterlag, dagegen einen Erfolg vor seinem Hinspiel im Europapokalfinale.

Gislason "sehr zufrieden"

THW-Trainer Alfred Gislason sagte: "Ich bin sehr zufrieden. Es war wichtig, dass wir nicht in eine Krise geraten und keine Verletzungen hinnehmen müssen."

Nordhorns Coach Ola Lindgren, der nach der Saison zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt, meinte: "Der THW hat hochverdient gewonnen und mit sehr viel Tempo gespielt. Wir hatten in der Abwehr viele Schwierigkeiten. Wir werden des Ergebnisses wegen keine Krisensitzung haben, obwohl elf Tore schon sehr viel sind. Die Mannschaft weiß, dass sie es besser kann."

Karabatic bester Werfer

Nordhorn empfängt im Pokalsieger-Wettbewerb am 23. Mai BM Valladolid, im EHF-Pokal spielt Gummersbach ebenfalls am Samstag zunächst bei RK Gorenje Velenje in Slowenien. Alle Rückspiele finden in der folgenden Woche statt.

Der wechselwillige Welthandballer Nikola Karabatic (Karabatic forciert Abschied) war mit sieben Toren bester Kieler Werfer vor 4200 Zuschauern in Nordhorn.

Teamkollege Filip Jicha steuerte sechs Tore bei, treffsicherster Spieler auf dem Feld war Nordhorns Rastko Stojkovic mit acht Toren (Stenogramme 32. Spieltag).

HSV auf Champions-League-Kurs

Der Tabellenzweite Hamburg machte einen großen Schritt in Richtung direkte Champions-League-Qualifikation und revanchierte sich gegen Gummersbach für das bittere Aus im Pokal-Halbfinale.

Hans Lindberg warf acht Treffer für den HSV und war damit bester Torschütze. Angesichts der kommenden Gegner MT Melsungen und Stralsunder HV ist der HSV auf dem besten Weg in die Königsklasse.

Lemgo in der Pflicht

Am Mittwoch tritt der TBV Lemgo zu Hause gegen HBW Balingen-Weilstetten an (20.15 Uhr LIVESCORES). Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Nordhorn und in Flensburg muss der TBV gegen den Tabellen-15. siegen, um im Kampf um die internationalen Plätze nicht weiter abzurutschen.

Besonders im Blickpunkt stehen dabei der Ex-Balinger und Lemgo-Spielmacher Martin Strobel und sein Bruder Wolfgang auf Seiten des HBW.

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