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TuSEM Essen stand neben Nordhorn frühzeitig als Absteiger fest © imago

Das Trio muss "zum Teil noch hart arbeiten", wie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann erklärt. Nur ein Süd-Zweitligist erhält einen negativen Lizenzbescheid.

München - Die Bundesligisten HSV Hamburg, VfL Gummersbach und SC Magdeburg erhalten die Lizenzen für die kommende Saison nur unter Bedingungen.

Während alle übrigen Klubs der Eliteklasse die Spielberechtigung teilweise mit Auflagen bereits zugesprochen bekamen, muss das Trio "zum Teil noch hart arbeiten", wie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann erklärte.

Frist zur Nachbesserung ist der 4. Juni, erst wenn die Bedingungen erfüllt sind, tritt die Lizenz in Kraft.

Als einziges Team aus den beiden höchsten Spielklassen erhielt Süd-Zweitligist ThSV Eisenach einen negativen Lizenzbescheid. Dagegen kann der Klub noch Einspruch einlegen.

Die HSG Nordhorn und TuSEM Essen, die nach Eröffnung von Insolvenzverfahren aus der Bundesliga zwangsabsteigen müssen, erhielten ebenso die Zweitliga-Lizenz wie der sportliche Absteiger Stralsunder HV.

Bohmann: "Schwierige Zeiten"

Sowohl Nordhorn als auch Stralsund müssen aber noch verschiedene Bedingungen erfüllen. Gleiches gilt für vier weitere Zweitligisten (DATENCENTER: Alle Ligen).

"Richtig zufrieden wäre ich erst, wenn wir 54 unbeschwerte Fälle hätten", sagte Bohmann: "Bei einem Großteil erkennt man, dass sie vorsichtiger agieren in diesen schwierigen Zeiten."

HBL mit mehr Sanktionsmöglichkeiten

Mit den neuen Lizenzen sind auch neue Pflichten für die Vereine verbunden. So müssen sie unter anderem quartalsweise die Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten wie Gehälter oder Sozialabgaben nachweisen.

Die HBL hat zudem mehr Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen Lizenzbestimmungen auch noch während der Saison. So sind nun auch Punktabzüge möglich.

Zwangsabsteiger sorgen für Negativschlagzeilen

In dieser Saison hatte die Liga gleich mehrfach durch in Schieflage geratene Klubs für Negativschlagzeilen gesorgt: Nordhorn und Essen mussten Insolvenzanträge stellen und standen nach Eröffnung von entsprechenden Verfahren frühzeitig als Zwangsabsteiger fest.

Der Stralsunder HV, als Vorletzter dritter und einzig sportlicher Absteiger dieses Jahres, konnte die Insolvenz nur durch eine Bürgschaft von drei Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Vorpommern in Höhe von 450.000 Euro abwenden.

Zuletzt ließ der von Altlasten gedrückte VfL Gummersbach die Spielergehälter stunden.

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