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Dierk Schmäschke (r.) (hier mit HSV-Boss Andreas Rudolph) ist seit 2006 Vize-Präsident © imago

Ein Medienbericht sorgt für reichlich Wirbel. HSV Vize-Präsident Dierk Schmäschke äußert sich gegenüber Sport1.de zurückhaltend.

Von Felix Götz

München - Müssen sich die Fans um die Zukunft des HSV Handball Sorgen machen?

Zumindest erhielten die Hamburger die Lizenz von der HBL für die kommende Saison nur unter Bedingungen. (Vorerst keine Lizenz für drei Top-Klubs)

Jetzt sorgte ein Bericht der Zeitung "Die Welt" für zusätzliche Aufregung an der Elbe.

Demnach soll der Europapokal der Pokalsieger von 2007 eine Etatunterdeckung von 1,2 Millionen Euro haben. Bei einem Gesamtetat von knapp sieben Millionen eine stattliche Summe.

Sport1.de fragte bei HSV-Vize-Präsident Dierk Schmäschke nach und bekam eine sehr zurückhaltende Antwort.

Andere Auffassung als die HBL

"Wir haben eine andere Auffassung als die HBL. Da sich die Sache derzeit in der Klärung befindet, geben wir keine weiteren Kommentare dazu ab", sagte der zweite starke Mann im Klub nach Präsident Andreas Rudolph.

Soll heißen: Die Hamburger, die in der Bundesliga momentan hinter dem THW Kiel auf Rang zwei stehen (DATENCENTER: Ergebnisse), vertreten die Auffassung, dass die bislang eingereichten Unterlagen für eine Lizenzerteilung ausreichend sind.

Darüber, warum die HBL eine andere Meinung hat, kann bislang nur spekuliert werden.

Wo liegt das Problem?

Weder der HSV, noch Ligageschäftsführer Frank Bohmann ("Dies ist Sache der Vereine") verraten, wo das Problem liegt.

Spekuliert wird, dass HSV-Boss Rudolph nicht wie angeblich in den vergangenen Jahren die Etatunterdeckung mit einer Bürgschaft abgedeckt haben könnte.

Dass der Mann, der laut "dpa" bisher über 15 Millionen Euro in den Klub gepumpt haben soll, zum zweiten Mal ans Aufhören denkt und deshalb vielleicht keine Bürgschaft übernehmen möchte, scheint mehr als unwahrscheinlich.

Trotzdem könnten die aktuellen Geschehnisse Rudolph erneut zweifeln lassen.

Rücktrittsdrohungen im Herbst

Immerhin hatte der 54-jährige Unternehmer bereits im Herbst 2008 mit Rücktrittsdrohungen für Unruhe gesorgt.

"Viele haben es sich bequem gemacht. Damit meine ich alle. Die sportliche Führung, die Geschäftsstelle, das Team. Sie haben sich hinter meinem Rücken versteckt", sagte Rudolph damals gegenüber dem "Abendblatt".

Rudolph hatte sich zudem immer gewünscht, dass der Verein auf eigenen Beinen stehen kann.

Ob die aktuellen Zweifel an diesem Bestreben berechtigt sind, wird sich bald zeigen. "Wenn mit der HBL alles geklärt ist, werden wir uns wieder äußern", sagte Schmäschke.

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