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Nikola Karabatic gewann 2003 und 2007 die Champions League © getty

Der Wechsel des Kieler Stars nach Montpellier soll fixiert sein, doch sein Berater dementiert. Der THW buhlt um einen Magdeburger.

Von Marc Ellerich

München - Der Wechsel von Nikola Karabatic und Vid Kavticnik vom THW Kiel zum französischen Klub Montpellier HB soll in trockenen Tüchern sein.

Die französische Zeitung "Midi Libre" berichtet, die Verhandlungen über das hochkarätige Kieler Duo seien abgeschlossen.

Die Transfers würden allerdings erst nach dem Champions-League-Rückspiel des THW (DATENCENTER: Die Champions League) gegen Ciudad Real am Sonntag (ab 21 Uhr LIVESCORES) öffentlich gemacht (Jicha: "Chancen immer noch 50:50").

Geschätzte 1,5 Millionen Euro

In dem Bericht werden wichtige Vertragsdetails genannt: Die Ablöse für beide Spieler soll geschätzte 1,5 Millionen Euro betragen, beide sollen mit Vierjahres-Verträgen ausgestattet werden.

Die Verträge seien unterschriftsreif.

Die Transfers seien nur mit finanzieller Hilfe zweier offizieller französischer Förderer möglich gewesen: die "Region Languedoc-Roussilion" und das "Agglo de Montpellier", die offenbar mit den Stars Werbung betreiben wollen.

Karabatic' Berater Bhakti Ong dementierte den Abschluss des Deals allerdings: "Die Gespräche zwischen dem THW Kiel und Montpellier sind zurzeit ausgesetzt, da der deutsche Verein am Sonntag das Rückspiel im Champions-League-Finale bestreitet."

Okay seit einem Monat

Bereits Mitte Mai hatte Montpelliers Präsident Robert Molines den Wechsel als perfekt verkündet.

"Das ist eine Sache von maximal zehn Tagen", hatte der Funktionär seinerzeit gesagt: "Wir haben Nikolas 'Okay' seit einem Monat."

Karabatic hatte während der Saison bereits einen Wechsel von Kiel zu den Rhein-Neckar Löwen und seinem ehemaligen Förderer Zvonimir Serdarusic avisiert.

Dieser war dann allerdings im Zuge der Kieler Manipulationsaffäre und ihren Folgen geplatzt.

Interesse an Sprenger bestätigt

Der THW hat unterdessen Verhandlungen mit Christian Sprenger vom SC Magdeburg als möglichem Ersatz für Kavticnik bestätigt.

Die Magdeburger sind wohl gezwungen ihren Top-Spieler zur kommenden Saison ziehen zu lassen, da sich Verbindlichkeiten von 600.000 Euro angehäuft haben.

Dieses Defizit soll zum einen durch eine Bürgschaft von Aufsichtsratsmitgliedern über 200.000 Euro ausgeglichen werden.

Zum anderen soll der Transfer von Sprenger zum Ligakonkurrenten 250.000 Euro Ablöse in die klammen Kassen spülen und zusätzlich die Gehaltsausgaben reduzieren.

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