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Das Hinspiel bei den Löwen verlor der SCM (Christoph Theuerkauf, l.) mit 25:26 © getty

Göppingen und Magdeburg kämpfen im Saisonfinale um den letzten EHF-Cup-Platz. Auch für die Gäste des SCM steht was auf dem Spiel.

Von Michael Spandern

München - Am letzten Bundesliga-Spieltag (Sa., 15 Uhr LIVESCORES) stehen der Tabellensechste und Siebte im Rampenlicht:

Zwischen Frisch Auf Göppingen und dem punktgleichen, aber um 15 Tore schlechteren SC Magdeburg entscheidet sich, wer den zusätzlichen Platz im EHF-Cup erhält, den der VfL Gummersbach am Montag durch seinen Europapokal-Triumph für Deutschland herausgeworfen hatte.

Die Oberbergischen sind als DHB-Pokalfinalist im nächstes Pokalsieger-Wettbewerb vertreten, während der Double-Gewinner THW Kiel einen neuen Anlauf in der Champions League nimmt.

Als Dritter in die Champions-League-Quali?

Wer die Kieler in die Königsklasse begleitet, steht noch nicht endgültig fest: Der HSV kann sich den zweiten Platz durch einen Sieg gegen Absteiger Stralsunder HV sichern, falls die punktgleichen Rhein-Neckar Löwen nicht mit einer um acht Tore größeren Differenz in Magdeburg gewinnt. (HSV glückt der große Transfercoup)

Ob es auch der Drittplatzierte ein direktes Ticket in die Champions League erhält oder eine Quali-Runde durchlaufen muss, entscheidet sich bei der Sitzung des EHF-Exekutivkomitees am 12. Juni in Istanbul.

Während die Gladiators aus Magdeburg folglich auf engagierten Gäste treffen, die zudem das letzte Pflichtspiel des 318-maligen Nationalspielers Christian Schwarzer erfolgreich gestalten möchten, hat Frisch Auf mit dem Tabellenzwölften GWD Minden eine lösbare Aufgabe vor sich. (DATENCENTER: Der 34. Spieltag)

Vorfreude auf den "mythischen" Balkon

Der längst feststehende Meister aus Kiel freut sich unterdessen auf die Schale - und wohl auch darauf, diese ausgerechnet vor dem alten Rivalen Flensburg in Empfang zu nehmen.

Nach dem Spiel gegen die SG geht es für den THW und die scheidenden Stars Nicola Karabatic und Vid Kavticnik sowie Stefan Lövgren auf den Rathausbalkon. (Der Meister baut um, der HSV wartet ab)

Der schlichte Bau sei "in den vergangenen Jahren zu einem Mythos geworden", wertet der THW, der rund 40.000 Anhänger erwartet. "Wer einmal auf dem Rathausbalkon stand, will immer wieder dort oben hin, will diese unglaubliche Atmosphäre spüren", sagt Dominik Klein.

Nordhorn geht - wohl ins Unterhaus

Sehr viel wehmütiger wird es in Nordhorn zugehen, wo die heimischen HSG gegen HBW Balingen-Weilstetten Abschied aus dem Oberhaus nimmt.

Das Team von Ola Lindgren könnte - Ausrutscher von Magdeburg und Göppingen vorausgesetzt - trotz der vier Punkte Abzug und eines großen personellen Aderlasses noch die Europacup-Qualifikation schaffen.

Doch wichtiger dürfte den insolventen Niedersachsen sein, zumindest die Lizenz für die Zweite Liga zu erhalten.

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