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Blankes Entsetzen: Kiels Superstar und Welthandballer Nikola Karabatic © getty

Schock für den THW Kiel: Die Arm-Verletzung des Superstars ist schwerer als zuvor angenommen. Karabatic droht eine längere Pause.

Von Andreas Kloo

Kiel - Zunächst schien es nur eine harmlose Ellenbogen-Blessur zu sein, die sich Nikola Karabatic bei den Olympischen Spielen zugezogen hatte.

Doch nun ereilte den THW Kiel die bittere Erkenntnis: Bei der Verletzung handelt es sich allem Anschein nach um eine Abriss-Fraktur am Unterarmknochen.

Dies berichtete Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker den "Kieler Nachrichten."

"Eine Frage von Wochen"

Sollte sich der Verdacht in der Conmputertomographie am Dienstag bestätigen, wird der Franzose dem Deutschen Meister für längere Zeit fehlen. "Es ist eher eine Frage von Wochen", sagte Dr. Brandecker zur Dauer der Verletzungspause.

Karabatic hatte bereits im Olympia-Finale gegen Island unter Schmerzen gespielt. Am Montag fehlte er auch auf dem offiziellen Empfang durch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.

Konkurrent hat aufgerüstet

Vor dem Bundesliga-Start gegen Dormagen bedeutet das für den Abonnement-Meister aus dem Norden einen herben Rückschlag.

Der 117-malige franzöische Nationalspieler führte die Kieler in der letzten Saison zum Double und die "Equipe Tricolore" zum Olympiasieg. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft diesen Schock verkraftet.

Ohnehin stehen die Kieler mit ihrem neuen Trainer Alfred Gislason unter Druck: Die Konkurrenz, insbesondere der HSV, hat enorm aufgerüstet und bläst zum Angriff auf den Titelverteidiger.

Die Kieler selbst haben sich bis auf die Verpflichtung von Torhüter Andreas Palicka auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Nach dem längeren Ausfall von Karabatic wird Manager Uwe Schwenker aber nun wohl noch einmal nachlegen.

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