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Der Tscheche Milan Berka wechselte 2004 zum Stralsunder HV © imago

Um den Bundesliga-Absteiger von der Ostsee steht es nicht gut. Im Falle der endgültigen Verweigerung gibt es noch keinen Plan B.

Dortmund - Erstliga-Absteiger Stralsunder HV bekommt für die neue Saison keine Lizenz. Das gab nun die Handball-Bundesliga (HBL) bekannt.

Die Vorpommern sind der einzige Verein, dem die HBL die Spielerlaubnis für erste und zweite Liga verweigert.

Stralsund, das im Herbst ein Budgetloch von 815.000 Euro im 1,5-Millionen-Etat eingestehen musste, hatte bis zum Ablauf der gesetzten Frist am 4. Juni die Auflagen nicht erfüllt.

Der Verein kann gegen die Lizenzverweigerung Einspruch beim Schiedsgericht als letzter Instanz einlegen.

Insolvenz gerade so abgewendet

Stralsunds bisherige Liga-Rivalen HSV Hamburg, SC Magdeburg und VfL Gummersbach hatten bereits am vergangenen Wochenende ihre Lizenz bekommen.

Nachdem die Klubs ihre Auflagen erfüllt hatten, gab die HBL dem Trio grünes Licht. (Alle Transfers im Überblick)

Gleiches gilt für die HSG Nordhorn, die in der abgelaufenenen Saison vor dem Erstliga-Abstieg Insolvenz angemeldet hatte.

TuSem Essen als zweiter Zwangsabsteiger hatte die Zweitliga-Lizenz ohne Bedingungen erhalten.

Eisenach im zweiten Anlauf durch

Im zweiten Anlauf war Zweitligist ThSV Eisenach bei seinen Bemühungen um eine Lizenz erfolgreich.

Stralsund, einziger sportlicher Bundesliga-Absteiger der zurückliegenden Spielzeit, hatte die Insolvenz durch eine 450.000-Euro-Bürgschaft dreier Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem Geldinstitut abwenden können.

In welcher Liga Stralsund im Falle der endgültigen Lizenzverweigerung einen Neuanfang starten müsste, steht noch nicht fest.

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