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Uwe Schwenker ist Präsident der DKB HBL
Uwe Schwenker war 29 Jahre lang als Spieler, Trainer und Manager in Kiel tätig © getty

Der ehemalige Manager des THW Kiel will sich eine Auszeit gönnen, glaubt aber trotz eines bleibenden "Makels" an eine Rückkehr.

Kiel - Uwe Schwenker, ehemaliger Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel, sieht seine Zukunft weiterhin im Handball.

Und das ungeachtet seiner möglichen Verstrickung in eine Manipulationsaffäre.

"Einige Bundesligisten haben angefragt, ob ich nicht für sie als Berater arbeiten könne. Aber das ist zu früh, ich will das Verfahren abwarten. Ich bin sicher, dass ich dem Handball erhalten bleibe", sagte der Ex-Nationalspieler den "Kieler Nachrichten".

Dem 50-Jährigen ist allerdings bewusst, dass er vorbelastet an neue Aufgaben herangehen muss: "Ein Makel wird an mir hängen bleiben."

"In meinen Adern fließt schwarz-weißes Blut"

Die Arbeit beim THW sei mehr als ein Job gewesen, betont Schwenker weiter: "Ich bin mit Leib und Seele THWer, durch meine Adern fließt schwarz-weißes Blut."

Deshalb sei es auch so schwer zu realisieren, dass die Zeit in verantwortlicher Position an der Förde nun vorbei sei.

Schwenker will längere Auszeit nehmen

Anfang März waren Vorwürfe aufgekommen, Schwenker habe mit Bestechungsgeldern Erfolge in der Champions League für den THW Kiel zu erkaufen versucht. Daraufhin hatte er im April seinen Rücktritt zum Saisonende verkündet (Kiel findet Schwenker-Nachfolger). Die staatsanwaltlichen Ermittlungen sind noch im Gange.

Schwenker, der 17 Jahre als Manager für die "Zebras" arbeitete, wird eine längere Auszeit nehmen. "Bis Ende August lasse ich die Jalousien runter, ich muss erstmal Abstand gewinnen. Die letzten Monate habe ich im Schleudergang verlebt, mein ganzes Leben wurde auf den Kopf gestellt", sagte Schwenker.

Trotz aller Abschottung sei ihm aber auch klar: "Entspannen kann ich erst, wenn auch das Verfahren abgeschlossen ist."

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