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Jacob Heinl spielt seit 2007 für das Bundesliga-Team der SG Flensburg-Handewitt © getty

Der Klub wendet die drohende Insolvenz im letzten Moment ab. Präsidium und Geschäftsführung bedanken sich bei den Spielern.

Flensburg - Die SG Flensburg-Handewitt hat nach einer Krisensitzung mit Präsidium, Geschäftsführung und Spielerrat die offenbar drohende Insolvenz des Klubs abgewendet.

Durch einen Gehaltsverzicht der Mannschaft in Höhe von 15 Prozent für das Haushaltsjahr 2009/2010 konnte der Meister von 2004 seinen für die kommende Saison erwarteten finanziellen Engpass überbrücken (Alle Handball-News).

Das Verpassen der Champions-League-Teilnahme in der kommenden Spielzeit sowie dadurch ausbleibende Sponsorengelder hatten die Schwierigkeiten hervorgerufen (Wechselbörse: Der Meister baut um).

Langfristige Stabilität im Auge

"Präsidium, Beirat und Geschäftsführung der SG bedanken sich im Namen aller Kommanditisten, Sponsoren und Fans für dieses weitgehende Entgegenkommen der Mannschaft", sagte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser.

"Es zeigt, dass die Spieler sich mit ihrer SG und der Region identifizieren und nicht den höchstmöglichen finanziellen Vorteil, sondern die langfristige Stabilität der SG im Auge haben."

In einer offiziellen Erklärung des Vereins heißt es, dass für die kommende Saison "grundsätzlich keine vertraglich vereinbarten Gehaltssteigerungen umgesetzt" werden.

15 Prozent weniger Grundgehalt

Außerdem werden "die Nettogrundgehälter und die Bonus- und Prämienvereinbarungen im Vergleich zu 2008/2009 jeweils um 15 Prozent zurückgenommen".

Vorangegangen waren langwierige Verhandlungen zwischen Vereinsführung und Spielern.

"Die klare Ansage war, dass, wenn wir nicht im Lohn runtergehen würden, der Verein Konkurs gehen würde. Um den Verein zu retten, haben wir zugestimmt", sagte SG-Kapitän Michael Knudsen "sport.zdf.de".

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